Zinseszinsrechner: So berechnen Sie Zinseszinserträge auf Ihr Kapital
Ermitteln Sie mit unserem Tool die Auswirkungen des Zinseszinseffekts auf Ihr Kapital.
Foto: dpaDüsseldorf. Anleger spekulieren nach Jahren der Niedrigzinspolitik weiterhin auf attraktive Zinsen bei Tages- und Festgeld. Dabei erlebt ein Klassiker ein großes Comeback: der Zinseszinseffekt. Je länger der Anlagezeitraum, desto höher fallen die Erträge aus den Zinsen aus. Mit unserem Zinseszinsrechner können Sie berechnen, wie hoch der Zinseszins über eine festgelegte Anlagedauer ausfällt.
Wie funktioniert der Zinseszinsrechner?
Mithilfe des Zinseszinsrechners lässt sich unkompliziert und individuell nach Investitionssumme ermitteln, wie sich Ihr Anfangskapital inklusive Zinsen über einen festgelegten Zeitraum hinweg entwickelt. Dafür müssen Sie lediglich die einzelnen Variablen – Anfangskapital, Zinssatz und Laufzeit – manuell in das Tool eingeben.
Definition: Was ist der Zinseszins?
Der Zinseszins bezeichnet die kumulative Wirkung von Zinsen auf ein Anfangskapital über einen festgelegten Zeitraum. Dabei fließen in die Berechnung nicht nur die Zinsen auf das ursprüngliche Kapital ein, sondern auch auf bereits erwirtschaftete Zinsen. Das bedeutet: Erhaltene Zinsen werden zusätzlich zu dem Anfangskapital regelmäßig reinvestiert, sodass nicht nur aus dem Anfangskapital, sondern auch aus den Zinserträgen zusätzliche Summen generiert werden. Ist das der Fall, spricht man vom sogenannten Zinseszinseffekt.
Vorteile des Zinseszinseffekts
Die Reinvestition der erhaltenen Zinsen führt zu einem exponentiellen Kapitalwachstum, was sich insbesondere bei längerer Anlagedauer und höheren Zinssätzen auszahlt. Damit ist der Zinseszins für die langfristige Vermögensbildung bedeutend und bietet auf diese Weise die Möglichkeit, aus Zinsen einen erheblichen Mehrwert zu erzielen.
Nachteile des Zinseszinseffekts
Um die positiven Effekte des Zinseszins tatsächlich zu spüren, benötigen Sparer in der Regel Geduld. Ein nennenswerter Betrag an Zinsen zum Reinvestieren entsteht nämlich erst dann, wenn eine höhere Summe an Anfangskapital über einen längeren Zeitraum angelegt wird. Kurzfristige Erfolge sind demnach kaum zu erwarten.
Wer aus dem Zinseszinseffekt Kapital schlagen möchte, benötigt also ein hinreichend hohes Anfangskapital, das möglichst unangetastet bleibt, damit entsprechende Zinserträge generiert werden können. Entscheidender am Erfolg einer Zinseszinsstrategie ist jedoch ein Faktor, auf den Sparer erst gar keinen Einfluss haben: ein allgemein hohes Zinsniveau.
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Wie lautet die Formel, um den Zinseszins zu berechnen?
Der Zinseszins wird berechnet, indem Zinsen auf das ursprüngliche Kapital (Anfangskapital) und auf bereits angefallene Zinsen addiert werden. Im Laufe der Zeit führt dies zu einem exponentiellen Wachstum des Kapitals. Die grundlegende Formel zur Berechnung des Zinseszins lautet:
- A=P*(1+n/r)n*t
Die Variablen der Formel zur Berechnung des Zinseszinses lauten wie folgt:
- A = Endwert (das Kapital einschließlich Zinseszinsen)
- P = Anfangswert (das ursprüngliche Kapital)
- r = Zinssatz (als Dezimalzahl, nicht in Prozent)
- n = Anzahl der Zinsperioden pro Jahr (kann monatlich, vierteljährlich usw. sein)
- t = Anzahl der Jahre, für die das Kapital angelegt wird
Dieser Artikel erschien bereits im August 2023. Der Artikel wurde am 30.09.2025 erneut geprüft und mit leichten Anpassungen aktualisiert.