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Disruptive ThinkingWollen wir Dinge wirklich anders machen?

Wir erleben gerade turbulente Zeiten. Hält unser Denken noch Schritt? Sind wir und unsere Organisationen darauf eingestellt? Ein Gastbeitrag und ein zukunftsweisendes Plädoyer für ein anderes Denken im Management.Bernhard von Mutius 22.10.2017 - 08:27 Uhr Artikel anhören

Bernhard von Mutius lebt in Potsdam und ist Autor mehrerer Bücher über neues, vernetztes Denken und über die Schönheit der Einfachheit.
(Foto: PR)

Foto: Handelsblatt

Potsdam. Die Welt ist in Unruhe. Der Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft verläuft immer weniger stetig, immer weniger linear, dafür immer sprunghafter, zunehmend disruptiv. Der Potsdamer Zukunftsdenker und Unternehmensphilosoph Bernhard von Mutius hat diese Entwicklung nachgezeichnet und einen Weg skizziert, wie Menschen und Unternehmen sich darauf einstellen können. Der ist widersprüchlich und gerade deshalb zukunftsweisend. Er nennt es „Disruptive Thinking“. Das Denken, das der Zukunft gewachsen ist.

1. Buzzword „Disruption“: Wollen wir Dinge wirklich anders machen?

Ein Gespenst geht um in Europa. Und nicht nur dort: Die Disruption. Wir spüren, es geht nicht nur um Technologie. Es geht um einen sozialen und kulturellen Umbruch. Es geht um Existentielles. Vielleicht auch um Sinn. Doch wie können wir disruptive Entwicklungen denken? Finden wir überhaupt noch Zeit zum Denken im Handeln?

Sechs Entwicklungen, die die kommenden Jahre beherrschen
Mobile Geräte bieten ständigen Online-Anschluss. Dadurch ist die kontinuierliche und damit aktuelle, weltweite Information der Nutzer, auch in der Produktion und im Handel, möglich.
Geräte tauschen untereinander und mit den Nutzern automatisch Infos aus. Etwa die Haushaltsgeräte mit dem Stromzähler, um die günstigsten Verbrauchszeiten herauszufinden.
Die neuen Drucker können fast jedes dreidimensionale Objekt herstellen. Typische Materialien sind Kunststoffe, Kunstharze, Keramiken und Metalle.
Große Datenmengen, etwa aus dem IoT, von Social Media oder aus mobilen Geräten, werden automatisch analysiert und sind in Anwendungen eingebettet.
Sie lernen selbstständig und handeln entsprechend dem Trends zur Industrie 4.0. Die smarten Maschinen gelten als Technologie, die vorhandene Geräte weitgehend ersetzt.
Sie erfassen, etwa via Sensoren, den Kontext der Nutzer und der Geräte und liefern ausgewählte Daten. Damit lassen sich zum Beispiel Sicherheitssysteme verstärken.
Creditreform 1/2017.

Auf den zahllosen Digitalisierungs-Events klingt das Wort Disruption gut. Viele finden es cool. Doch wer ein wenig hinter die Kulissen schaut, spürt im organisationalen Alltag eine ziemliche Verunsicherung, Ängste und viele Fragen: Sind wir überhaupt in der Lage, mitzuhalten mit Alphabet, Amazon & Co? Haben wir die geeigneten Leute dazu? Haben wir die richtigen Kompetenzen? Ist unsere Organisation mit ihrer altersschwachen IT darauf vorbereitet? Oder sind wir nicht voll damit ausgelastet, das laufende Geschäft zu meistern und den gestiegenen Druck halbwegs abzufedern? Eine Realität voller Widersprüche. Disruptive Thinking ist die Fähigkeit, mit diesen Widersprüchen produktiv umzugehen. Man könnte auch sagen: Es ist die Fähigkeit, sich nichts vorzumachen, Dinge anders zu machen und den Menschen wieder Mut zu machen.

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