Trump vs. Musk: Macht Narzissmus Zusammenarbeit unmöglich?
Berlin. Das Ende der Männerfreundschaft zwischen Milliardär Elon Musk und US-Präsident Donald Trump kam plötzlich. Noch Ende Mai hatte Trump seinen Ex-Berater Musk mit warmen Worten aus dem Weißen Haus verabschiedet. Nicht mal eine Woche später beschimpfen sich der Präsident und sein ehemaliger Sparkommissar wüst in der Öffentlichkeit.
Bisheriger Gipfel der Fehde: Nachdem Trump ihm unter anderem attestiert hatte, „durchgedreht“ zu sein, unterstellte Musk dem Präsidenten auf seiner Plattform X, Trump tauche „in den Epstein-Files“ auf. Gemeint sind die unter Verschluss gehaltenen Unterlagen über den US-Geschäftsmann und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der 2019 im Gefängnis starb.
Der spektakuläre Bruch wirft die Frage auf: Können zwei narzisstische Alphatiere schlicht nicht zusammenarbeiten?
„Bei der ersten Meinungsverschiedenheit wird es eng“, sagt der bekannte Management-Professor Ralf Lanwehr. Auch in den Führungsetagen von Unternehmen seien im Vergleich zum Rest der Bevölkerung überdurchschnittlich viele Narzissten vertreten. Für diejenigen, die mit ihnen zusammenarbeiten, bedeute das: Sie sollten sich an bestimmte Regeln halten.