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Kommentar Wendepunkt für Tesla – Die Aufnahme in den S&P 500 ist ein Vertrauensbeweis

Das Index-Komitee achtet nicht nur auf den Börsenwert, sondern auch auf die Substanz. Die konnte Tesla lange nicht vorweisen – doch das ändert sich.
17.11.2020 - 13:03 Uhr 2 Kommentare
Der Elektropionier konnte zuletzt stabile Gewinne vorlegen. Quelle: Reuters
Tesla-Chef Elon Musk

Der Elektropionier konnte zuletzt stabile Gewinne vorlegen.

(Foto: Reuters)

Auf den ersten Blick erscheint der Aufstieg von Tesla in den S&P 500 nicht weiter erstaunlich. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 400 Milliarden Dollar gehört der Elektroautobauer in den wichtigsten Aktienindex der Welt. Der S&P 500 an der Wall Street ist hauptsächlich nach dem Börsenwert gewichtet.

Aber für die Aufnahme müssen Unternehmen auch qualitative Voraussetzungen erfüllen. Dazu zählt auch Profitabilität. So muss das Unternehmen im jüngsten Quartal einen Gewinn geschrieben haben, und die Summe der Gewinne in den vergangenen vier Quartalen muss eine positive Zahl ergeben.

Daran scheiterte die Aufnahme von Tesla vor einigen Monaten, als das Index-Komitee den Elektroautohersteller entgegen der allgemeinen Erwartung am Markt nicht in den S&P 500 holte.

Doch seitdem veröffentlichte der Konzern ausgezeichnete Quartalszahlen mit einem ordentlichen Profit. Analysten waren begeistert. Vorbei scheinen die wilden Zeiten, in denen der Elektropionier mehrere Milliarden Dollar für Gigafactories und Energiespeicher „verbrannte“. Das Unternehmen kann wirtschaftlich arbeiten, die Kosten im Griff halten und seine Kapitalausgaben aus dem Cashflow finanzieren.

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    Tesla wird normal. Auch wenn das bei einem Unternehmensführer wie Elon Musk eine gewagte Annahme ist. Denn dem Visionär gehen die neuen Ideen nicht aus: Er will elektrische Lastwagen fertigen, Versicherungen anbieten oder selbst den so wichtigen Rohstoff Lithium abbauen. Seine Energie und sein Tatendrang sind bemerkenswert.

    Doch so verrückt wie seine Ideen auf den ersten Blick scheinen, so erfolgreich waren sie in der Vergangenheit. Die Aufnahme in den S&P 500 rückt Tesla in ein anderes Licht und ist auch eine Anerkennung von Teslas betriebswirtschaftlichen Leistungen in den vergangenen Jahren.

    Substanz statt Träumen

    Die Aufnahme ist ein Signal: Teslas Erfolg basiert nicht auf der Ergebenheit einer treuen Fangemeinde und ihren Visionen, sondern auf einem guten Produkt in einem lukrativen und stark wachsenden Markt. Das verschafft dem Unternehmen langfristige Perspektiven und rechtfertigt für das Komitee die Aufnahme in den S&P 500.

    Dabei ist es ein Zeichen der Zeit, dass wahrscheinlich eine Ölfirma aus dem S&P 500 weichen muss, um Platz für Tesla zu schaffen. Die Entscheidung steht noch aus, aber mit Apache, National Oilwell oder Devon Energy kommen einige der Kandidaten mit geringer Börsenkapitalisierung aus der Branche.

    Es könnte aber auch ein Techwert sein: Xerox. Das Unternehmen gehörte noch vor wenigen Jahrzehnten mit zu den wertvollsten der Welt, heute ist ein Schatten seiner selbst. Die Herausnahme würde wie eine Warnung an Tesla oder andere hoch bewertete Techkonzerne wirken: Auch die fortschrittlichsten Unternehmen werden verwelken.

    Mehr: Ohne Elon Musk geht nichts bei Tesla – und das ist nicht ungefährlich.

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    2 Kommentare zu "Kommentar: Wendepunkt für Tesla – Die Aufnahme in den S&P 500 ist ein Vertrauensbeweis"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @admin
      Kann man hier unter falschem Namen sich beteiligen?
      Der Beitrag von Max Muster ist natürlich ein gutes Beispiel dafür dass es manchmal besser ist anonym zu bleiben. Der Beitrag der Umweltzertifikate am Umsatz lag bei ca. 5 %. Insofern ist es grob falsch von Haupteinnahmequelle zu sprechen.
      Darüber hinaus ist es auch inhaltlich Unsinn, da Tesla bereits seit 2 Jahren Cashflow positiv ist, also mehr Geld mit dem Verkauf der Fahrzeuge und den weiteren Geschäftsfeldern ein nimmt als es auszugibt. Dass der steuerlich relevante, buchhalterische Gewinn noch zurückbleibt hat 2 Gründe. Zum einen wächst Tesla sehr stark. In den letzten 70 Jahren hat es keinen Autohersteller gegeben der mit einer so hohen Geschwindigkeit gewachsen ist. Das drückt auf den Ertrag, ist aber solange die cash Bilanz positiv ist kein Problem. Wachsen bedeutet das Vorfinanzierung der Produktion und der Produktionsmittel. . Zum anderen ist das amerikanische Steuerrecht Abschreibung- und damit Investitionsfreundlicher als das deutsche.

    • Solange die Haupteinnahmequelle von Tesla der Verkauf von Umweltzertifikaten ist würde ich nicht von einem werthaltigen und nachhaltigen Autobauer sprechen.

      Sollten, wie zu erwarten ist, andere Autobauer auf dem amerikanischen Markt ebenfalls umweltfreundliche Modelle auf die Straßen bringen, so müssen sie keine teuren Umweltzertifikate von Tesla kaufen... Es bleibt Abzuwarten wie sich Tesla dann präsentiert bzw. welche andere Einnahmequelle Elon Musk aus dem Hut zaubert.

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