Alexander Schweitzer: „Ich erwarte keine Schuldenbremsen-Revolution“
Berlin. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) glaubt trotz schlechter Umfragewerte fest an einen Wahlsieg des designierten SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz bei der Bundestagswahl. „Die SPD ist das Comeback-Kid der deutschen Politik“, sagte Schweitzer dem Handelsblatt. Seiner Partei sei es immer wieder gelungen, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung auch wieder an der CDU vorbeizuziehen. „Das kann die SPD jetzt wieder schaffen, wenn sie geschlossen ist und Olaf Scholz alles in die Waagschale wirft, was in ihm steckt.“
In den miserablen Beliebtheitswerten von Scholz sieht Schweitzer kein Problem. „Wir spielen nicht ‚Deutschland sucht den Superstar‘. Vor uns steht eine Bundestagswahl in herausfordernden Zeiten“, sagte er. „Debatten um Beliebtheit und Attraktivität werden uns da nicht weiterhelfen.“ Schweitzer forderte seine Partei auf, sich nun geschlossen hinter den Kanzler zu stellen. Die Debatte um die K-Frage habe zwar „viele emotional gefordert“, sagte er. „Das schüttelt man nicht einfach so ab. Nun müssen wir aber raus aus der Selbstbeschäftigung.“