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Bundestagswahl 2021Philipp Amthor erneut Direktkandidat für Bundestag

Der CDU-Politiker tritt zur Bundestagswahl 2021 als Direktkandidat in Mecklenburg-Vorpommern an. Amthor stand wegen Lobbyarbeit in der Kritik. 24.10.2020 - 13:30 Uhr Artikel anhören

Der CDU-Politiker Philipp Amthor hatte sich über die Sommerpause medial zurückgezogen.

Foto: dpa

Torgelow. Der CDU-Politiker Philipp Amthor tritt zur Bundestagswahl 2021 wieder als Direktkandidat in Mecklenburg-Vorpommern an. Eine CDU-Mitgliederversammlung nominierte den 27-Jährigen am Samstag für den Wahlkreis 16 (Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern-Greifswald II), wie ein CDU-Sprecher nach der Veranstaltung in einer Tennishalle in Torgelow sagte.

Von 44 abgegebenen Stimmen seien 43 für Amthor gewesen, außerdem habe es eine Enthaltung gegeben. Amthor war der einzige Kandidat. Anwesend waren dem Sprecher zufolge 45 CDU-Mitglieder aus der Region. Aufgrund der Corona-Pandemie hätten viele auf die Fahrt nach Torgelow verzichtet. In der Region gibt es rund 1000 CDU-Mitglieder.

Der aus Ueckermünde stammende Amthor hatte den Wahlkreis bei der letzten Bundestagswahl 2017 direkt gewonnen. Der CDU-Jungstar war zuletzt wegen Lobbyarbeit für das New Yorker Start-up-Unternehmen Augustus Intelligence derart in die Kritik geraten, dass er seine Kandidatur für den Landesvorsitz der CDU wieder zurückzog. Er hatte erklärt, dass er inzwischen die Zusammenarbeit beendet habe.

Amthor hatte unter anderem Aktienoptionen angeboten bekommen. Diese hätten einen Wert von bis zu 250.000 Dollar haben können, wie das Handelsblatt Anfang Juli recherchierte. Aus der Lobbyarbeit des CDU-Politikers unter Anderem beim Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) resultierte eine bundesweite Debatte zur Einführung eines Lobbyregisters.

Die Bundestagsverwaltung sah bei der Nebentätigkeit keine Rechtsverstöße. Die Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts einer Bestechlichkeit oder Bestechung von Amtsträgern ein. Bis heute hat der CDU-Politiker jedoch nicht aufgeklärt, wer seine luxuriöse Flugreisen bezahlt hat. Auch Belege zu Hotelübernachtungen, Essen und Champus gibt es nicht.

dpa, dpe
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