Bundestagswahl: Teflon-Scholz und Laschets Töpfer-Kurs: Das Triell der verpassten Chancen
Die Spitzenkandidaten von Union, SPD und Grünen im letzten Triell vor der Bundestagswahl.
Foto: Getty ImagesBerlin, Düsseldorf. Der Druck steigt. Weniger als eine Woche vor der Bekanntgabe der Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 stehen sich die Spitzenkandidaten noch mal im letzten Triell gegenüber. Und die Nervosität ist Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (CDU) bei der Vorstellungsrunde anzusehen.
Es steht alles auf dem Spiel. Vor allem Laschet ist unter Zugzwang. Die aktuellen Umfragen sehen die Union drei bis sechs Prozentpunkte hinter der SPD von Scholz. Baerbocks Chancen auf das Kanzleramt scheinen lange passé, aber eine gewichtige Rolle in der Regierung ist für die Grünen greifbar.
Armin Laschet
Der CDU-Chef stand vor der schwersten Aufgabe. Seine Partei stellt mit Angela Merkel zwar die Bundeskanzlerin, aber von einem Amtsbonus ist nichts zu sehen. Während Merkel alles erreicht hat, wirkt der NRW-Ministerpräsident wie jemand, der sich immer und überall beweisen muss.
Vor allem muss er in der letzten Woche vor der Wahl präsent sein – angreifen, ohne giftig zu werden, parieren, ohne beleidigt zu sein, den Staatsmann rauskehren und den Oberlehrer zu Hause lassen.