CDU-Vorsitz: Stunde der Entscheidung in der CDU: Die letzte deutsche Volkspartei ringt um Merkels Erbe
Wer wird am Samstag die Nase vorn haben?
Foto: pow-illustration.com- Am Samstag wählt die CDU ihren neuen Vorsitzenden. Alle drei Bewerber haben bereits deutlich gemacht: Gewinnen sie, wollen sie auch für das Kanzleramt kandidieren. Nach 16 Jahren Merkel könnten die Fußstapfen nicht größer sein – und damit die Verantwortung, die auf den Delegierten lastet.
- Armin Laschet, Norbert Röttgen oder Friedrich Merz? Der Ausgang ist völlig offen. Selbst die Unternehmer in Deutschland sind nicht so eindeutig pro Merz eingestellt, wie man angesichts von dessen Wirtschaftsagenda vermuten könnte. Die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der drei Kandidaten im Überblick.
- Armin Laschet lässt keinen Zweifel: Wird er CDU-Vorsitzender, will er auch Kanzler werden – und am liebsten mit den Liberalen koalieren. Der NRW-Ministerpräsident im Interview.
Die Wahl der Waffe in diesem Kampf ist längst getroffen. Es ist das Telefon. Bis zur alles entscheidenden Abstimmung versuchen die drei Kandidaten, möglichst viele der 1001 Delegierten zu erreichen, die am Samstag den neuen CDU-Vorsitzenden wählen.
Nimmt ein Delegierter das Gespräch an, wünschen die Kandidaten oder ihre Mitarbeiter zunächst alles Gute fürs neue Jahr und stellen dann ohne große Umschweife die entscheidende Frage: „Hast du dich schon entschieden?“ So schildern es zumindest die Angerufenen.
Lautet die Antwort „Nein“, dann folgt der Werbeteil für den jeweiligen Kandidaten. Fällt ein „Ja“ verbunden mit dem Hinweis, aber einen anderen als den wählen zu wollen, den der Anrufer empfiehlt, folgen bohrende Nachfragen: „Warum?“ „Weshalb?“
An diesem Samstag hält die CDU ihren 33. Parteitag in Berlin ab – Corona-bedingt nur als Digitalevent. Erst zum neunten Mal in der 75-jährigen Geschichte der Partei müssen die Delegierten einen neuen Vorsitzenden per Wahl bestimmen – aber bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren. Um die Nachfolge der glücklosen Annegret Kramp-Karrenbauer bewerben sich Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen.