Denkmalschutz: „Jedes Vorhaben kann betroffen sein“: Neue Hindernisse für Windräder
Aktuell sind in Deutschland Windräder mit 56 Gigawatt (GW) Leistung installiert.
Foto: dpaBerlin. Er liest sich wie eine Anleitung mit der Überschrift „Wie verhindere ich Windräder dort, wo ich sie nicht will?“: Der zwölfseitige Ablehnungsbescheid für den Windpark Damitzow ist eine Quelle der Inspiration für alle Vorkämpfer des Denkmalschutzes – oder Windpark-Gegner.
Die fünf geplanten Windräder würden „mit ihren farblichen Kontrasten (rot und weiß), technischen Formen und den Bewegungen der Flügel die prägende ruhige Bildwirkung des Hintergrundes zerstören“, heißt es in dem Bescheid, den das brandenburgische Landesamt für Umwelt am 15. Juni 2022 herausgegeben hat.
Windenergie: Denkmalschutz als Hindernis für Bau von Windrädern
Damitzow steht für einen Trend, der der Windenergiebranche wachsende Sorgen bereitet. Bislang waren der Schutz von Greifvögeln wie dem Rotmilan, Einwände der Flugsicherung, restriktive Abstandsregelungen und ein stockender Ausbau der Stromnetze die größten Hemmnisse für einen zügigen Ausbau der Windenergie an Land. Doch während für einige dieser Probleme Lösungen gefunden wurden, erscheint ein neues am Horizont: der Denkmalschutz.
Im Fall des Gartendenkmals Gutspark Damitzow werde das Erscheinungsbild durch die Windräder „in erheblicher Weise beeinträchtigt“. Man müsse den Blick über das eigentliche Denkmal hinaus weiten und stelle dann fest, dass auch umliegende Ansichten „und sogar der Himmel als Bestandteil zur Parkkomposition gehören und damit ein wichtiger Bestandteil der Umgebung des Denkmals sind“.