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Erdgas-Pipeline Nord Stream 2: Spezialschiff nimmt Arbeit in dänischen Gewässern wieder auf

Das Nord-Stream-2-Konsortium meldet Fortschritte bei den Arbeiten an der Ostseepipeline. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin steht weiter zu dem Projekt.
24.01.2021 Update: 25.01.2021 - 07:35 Uhr 2 Kommentare
Passanten fotografieren auf der Seebrücke das russische Verlegeschiff „Fortuna“. Quelle: dpa
Mecklenburg-Vorpommern

Passanten fotografieren auf der Seebrücke das russische Verlegeschiff „Fortuna“.

(Foto: dpa)

Berlin Das russische Spezialschiff „Fortuna“ hat dem Nord-Stream-2-Konsortium zufolge die Arbeit in dänischen Gewässern aufgenommen. Dies geschehe vor der Wiederaufnahme des Baus der Pipeline, hieß es am Sonntag. Alle Arbeiten fänden im Rahmen der Genehmigungen statt.

Das Konsortium hatte von Vorbereitungsarbeiten und Tests gesprochen, die vor der eigentlichen Rohrverlegung vorgenommen würden. Durch die fast fertiggestellte Doppelröhre soll Erdgas von Russland nach Westeuropa transportiert werden. Die USA versuchen dies mit Sanktionen zu verhindern, auch gegen den Eigner der „Fortuna“.

Trotz der US-Sanktionspolitik und der eingetrübten Beziehungen des Westens mit Russland steht Mecklenburg-Vorpommern weiter zu der umstrittenen Erdgas-Pipeline Nord Stream 2. Kritiker dürften die jetzige Situation nicht dazu nutzen, das Projekt zu stoppen, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Sonntagabend in der ARD. „Denn es ist wichtig, dass Deutschland jetzt mit Russland im Dialog bleibt, gerade in diesen schwierigen Zeiten“, sagte die SPD-Politikerin auch mit Blick auf die Festnahmewelle bei Massenprotesten von Unterstützern des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in Russland.

Die USA wiederum haben Sanktionen gegen das fast zehn Milliarden Euro teure Projekt auf den Weg gebracht. Sie lehnen die Leitung mit der Begründung ab, Europa werde dadurch abhängig von Russland. Das US-Außenministerium hat die am Bau beteiligten europäischen Firmen gewarnt, dass sie sich dem Risiko von Sanktionen aussetzten.

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    Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat vor diesem Hintergrund eine „Stiftung Klima- und Umweltschutz“ auf den Weg gebracht. Sie soll im Rahmen eines „geschäftlichen Betriebes“ auch wirtschaftlich aktiv werden und einen Beitrag zum Fortgang der Arbeiten an der Pipeline leisten. „Ja, es ist möglich, zeitlich befristet Nord Stream zu helfen“, sagte Schwesig in der ARD dazu.

    Die Stiftung werde aber die Pipeline weder bauen noch betreiben: „Aber da, wo amerikanische Sanktionen deutsche Unternehmen bedrohen, müssen wir schauen, wo wir helfen können.“ Zugleich widersprach sie der Darstellung, Umweltschutz sei bei der Stiftung nachrangig. Der Hauptzweck, Mittel für Umwelt und Klimaschutz einzusetzen, sei schließlich zeitlich unbefristet. Der Pipeline droht allerdings durch die Einwände von Umweltschützern beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) eine längere Verzögerung.

    Mehr: Handel, China, Huawei, Nord Stream 2: Das sind die transatlantischen Problemzonen

    • rtr
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    2 Kommentare zu "Erdgas-Pipeline: Nord Stream 2: Spezialschiff nimmt Arbeit in dänischen Gewässern wieder auf"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das wäre peinlich, wenn soviel investiert wurde und nun die Politik das Vorhaben absagen würde.
      Wir wären als Deutschland und EU mal wieder blamiert. Außerdem wären die Investitionen in Milliarden Höhe für nichts und wieder nichts zu entschädigen.

      Macht das Vorhaben endlich fertig und hört auch herum zu eiern. Das ist keine verlässliche Politik - für alle unsere derzeitigen und zukünftigen Partner. Wir sind doch nicht im Kindergarten.

      Wenn unser politisches Führungspersonal ihren Amtseid nicht erfüllen können dann sollten sie zurücktreten und persönlich für den Schaden gerade stehen - müssen Wirtschaftsführer auch.

      Normalerweise sollte es der Ehrgeiz einer Regierung sein, auf der Zielgerade noch gute Dinge zu leisten oder zumindest Dinge zu Ende bringen.

      Unsere Leute glänzen durch kollektives Staatsversagen - bei Corona wie bei den Themen Migration und Nord Stream 2.

      Und ich bin Wähler der CDU/CSU (gewesen) - vielleicht in Zukunft aber auch nicht mehr.

    • Ganz gleich wie unsere Politik mit Ru laeuft, wir haben das groesste Interesse an dieser
      Pipeline und muessen sie mit Zaehnen und Klauen verteidigen.

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