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Gaspipeline Bericht: Bundesregierung will Nord Stream 2 retten und USA mit Milliarden-Investition besänftigen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Washington laut einem Bericht angeboten, Terminal-Bauten für Flüssiggas in Deutschland zu finanzieren. Das Ministerium will sich dazu nicht äußern.
16.09.2020 - 13:34 Uhr 3 Kommentare
Die Stimmen nach einem Baustopp sind zuletzt lauter geworden. Quelle: Reuters
Rohre für Nord Stream 2

Die Stimmen nach einem Baustopp sind zuletzt lauter geworden.

(Foto: Reuters)

Berlin Die Bundesregierung hat einem Medienbericht zufolge mit einer milliardenschweren Offerte versucht, den US-Widerstand gegen die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 zu brechen. Anfang August habe Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) seinem US-Amtskollegen Steven Mnuchin zunächst mündlich und später auch schriftlich vorgeschlagen, dass Deutschland bereit sei, den Bau von zwei Spezialhäfen zum Import von Flüssiggas zu finanzieren, berichtete „Die Zeit“ am Mittwoch.

Über die Terminals in den Häfen Brunsbüttel und Wilhelmshaven wollen US-Firmen amerikanisches Gas nach Deutschland exportieren.

Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte zu dem Bericht auf Anfrage des Handelsblatts keine Stellung nehmen: „Ich habe keine Neuigkeiten mitzuteilen.“

In dem schriftlichen Vorschlag, der laut „Zeit“ am 7. August nach Washington ging, verspricht die Bundesregierung, bis zu eine Milliarde Euro für die Terminal-Bauten. Die USA drohen mit Sanktionen gegen an Nord Stream 2 beteiligte Unternehmen. Mit dem Projekt soll zusätzliches russisches Gas nach Deutschland gelangen.

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    Mehrheit der Deutschen gegen Baustopp

    Die Mehrheit der Deutschen steht der russischen Regierung zwar derzeit negativ gegenüber, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Zeit“ zeigt. Dennoch sprachen sie 54,9 Prozent der Befragten gegen einen Baustopp der Ostsee-Pipeline und damit für die wirtschaftliche Partnerschaft mit Russland aus.

    Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gerieten zuletzt wegen des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny unter Druck, der derzeit in der Berliner Charité behandelt wird. Die Bundesregierung sieht es nach Untersuchungen in einem Spezial-Labor als zweifelsfrei erwiesen an, dass der 44-Jährige mit einer Variante des Kampfstoffs Nowitschok vergiftet wurde.

    Russland bestreitet, etwas mit dem Giftanschlag zu tun zu haben. 65 Prozent der Deutschen halten es der Umfrage zufolge für wahrscheinlich, dass die russische Regierung für den Giftanschlag verantwortlich ist.

    Mehr: „Die deutsche Regierung flippt total aus“ – US-Senatoren erhöhen Druck auf Nord Stream 2.

    • rtr
    • HB
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    3 Kommentare zu "Gaspipeline: Bericht: Bundesregierung will Nord Stream 2 retten und USA mit Milliarden-Investition besänftigen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nord Stream 2 ist in jedem Fall in unserem Interesse. Wir sind dadruch nicht abhängiger als heute auch. Es entsteht eine gegenseitige Abhängigkeit mit Russland. Durch Terminals UND Gasspeicher können wir die Abhängigkeit weiter reduzieren.

      Die Ost-Eu Staaten intriegieren hinter unserem Rücken gegen Deutschland, obwohl wir diese als fast einziger EU-Nettozahler über den EU-Haushalt finanziell aushalten, weil sie die Pipelinegebühren kassieren wollen. Das ist nicht redlich.

      Es ist mir ein Rätsel warum Genosse Röttgen, der von sich glaubt von Außenpolitik Ahnung zu haben, auch hier wieder gegen deutsche Interessen agiert. Die CDU kann nur hoffen, dass Röttgen nie Kanzlerkandidat wird, denn er schreckt viele Wähler ab.

    • Wir brauchen weder Erd- noch Flüssiggas. Wenn die Regierung wirklich die Erneuerbaren wollte, dann würden die das stemmen und es nicht so, dass wir ohne NordstreamII gar kein Gas bekommen. Aber zusätzlich zum vielen Erdgas aus Russland noch Anlaufstellen für amerikanisches Flüssiggas zu bezahlen unterläuft die Energiewende komplett. Scholz und die SPD haben bis heute den Klimawandel nicht wirklich verstanden und deswegen wünsche ich sie mir unter 5%.

    • offensichtlich lassen sich deutsche Politiker erpressen. Unvorstellbar das so etwas umgekehrt geschehen würde.

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