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Geburtstag mit SeitenhiebenGregor Gysi will das Alter genießen

Gregor Gysi hat am Mittwoch seinen 70. Geburtstag im Reichstagsgebäude nachgefeiert. Neben Bundestagspräsident Schäuble erschien auch Unionsfraktionschef Kauder. Mehrere Gäste konnten sich Seitenhiebe nicht verkneifen. 17.01.2018 - 20:44 Uhr Artikel anhören

Der Bundestagsabgeordnete ist am Dienstag 70 Jahre alt geworden.

Foto: dpa

Berlin. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat den Linken-Politiker Gregor Gysi zu seinem 70. Geburtstag als Vorbild für lebendige und attraktive Debatten im Parlament gewürdigt. „Sie sind ein begnadeter Redner“, sagte Schäuble am Mittwoch bei einem Empfang der Linken-Fraktion anlässlich des Geburtstags (16. Januar) im Reichstagsgebäude. „Es macht Spaß, Ihnen zuzuhören, selbst wenn man Ihre Auffassung überhaupt nicht teilt.“

Gysi, heute Chef der europäischen Linken, sagte: „Ich bin wild entschlossen, das Alter zu genießen – ich weiß bloß noch nicht, wann es beginnt.“ Gäste waren unter anderem die Vertreter von SPD, FDP und Grünen im Bundestagspräsidium sowie Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU).

Mit ironischen Seitenhieben gingen mehrere Redner auf Differenzen und Debatten bei der Linken ein. Die eigentliche Würdigung Gysis wolle er gern den „vier Vorsitzenden“ der Linken überlassen, sagte Schäuble mit Blick auf die zwei Fraktions- und zwei Parteichefs. „Ich wünsche Ihnen damit viel Vergnügen.“ Gysi entgegnete: „Dann fällt die wahrscheinlich aus.“

Fraktionschef Dietmar Bartsch hob als zentrale Leistung des Mitbegründers der gesamtdeutschen Linken hervor, „dass Sozialistinnen und Sozialisten selbstverständlich zu unserem Land gehören“. Gysi habe mit dazu beigetragen, Würde und Stolz der Ostdeutschen zu erhalten.

Bartsch ging auch auf die Diskussion bei der Linken ein, ob man eine neue Partei mit abtrünnigen SPD- und Grünen-Politikern gründen solle. Mit Blick auf die Festgesellschaft sagte er: „Das ist ja eine der größeren Sammlungsbewegungen, die wir in letzter Zeit hatten.“ Bartsch ist gegen so ein Projekt, Co-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, die anwesend war, dafür.

dpa
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