Gewerkschaften: Designierte DGB-Vorsitzende Fahimi will Bundestagsmandat niederlegen
Die Politikerin zieht sich nach knapp fünf Jahren aus dem Bundestag zurück.
Foto: action pressBerlin. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Yasmin Fahimi, die im Mai zur neuen Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) gewählt werden soll, will ihr Mandat niederlegen. Wie das Handelsblatt aus Gewerkschaftskreisen erfuhr, kündigte Fahimi dies in einem Brief an SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich an.
Im Falle ihrer Wahl zur DGB-Chefin wolle sie sich mit ganzer Kraft der neuen Aufgabe widmen und deshalb zeitnah nach dem DGB-Bundeskongress am 10. Mai ihr Bundestagsmandat niederlegen. Das genaue Datum ihres Rückzugs werde sie noch mitteilen.
Die 54-Jährige sitzt seit 2017 als direkt gewählte Abgeordnete ihrer Heimatstadt Hannover im Parlament. Vor gut einer Woche hatte der DGB-Bundesvorstand Fahimi einstimmig als neue DGB-Vorsitzende vorgeschlagen. Der Personalie war ein längeres Ringen um die Nachfolge von DGB-Chef Reiner Hoffmann vorausgegangen, der im Mai aus Altersgründen ausscheidet.
Die Diplom-Chemikerin Fahimi hatte ihre berufliche und gewerkschaftliche Laufbahn bei der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) gestartet, wo sie zuletzt Leiterin der Grundsatzabteilung war. Dort lernte sie auch ihren Lebensgefährten, IG-BCE-Chef Michael Vassiliadis, kennen.
Die SPD-Politikerin war zwei Jahre lang Generalsekretärin ihrer Partei, bevor sie unter Ministerin Andrea Nahles beamtete Staatssekretärin im Bundesarbeitsministerium wurde. 2017 wurde sie dann in den Bundestag gewählt.