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Hochwasser in EuropaHochwasser an der Oder – Ratzdorf erreicht Alarmstufe 3

Live-BlogPegelstand an der Oder soll erst am Freitag sinken +++ Elbe in Sachsen führt kein Hochwasser mehr +++ Der Newsblog.Robert Laubach, Felix Stippler 30.09.2024 - 17:58 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Am Pegelhaus von Ratzdorf unweit vom Zusammenfluss der Neiße in den Fluss Oder wird eine mobile Hochwasserschutzwand aufgebaut.

Foto: Patrick Pleul/dpa
30.09.2024 – 15:58 Uhr Henri Schlund
26.09.2024 – 14:24 Uhr Emma Möllenbrock

 Trotz fallender Pegel: Hochwasserlage angespannt

Trotz leicht sinkender Pegelstände hält das Oder-Hochwasser Einsatzkräfte und Bewohner im Osten Brandenburgs in Alarmbereitschaft. Wassermassen drücken gegen Schutzanlagen, immer wieder müssen undichte Sandsack-Barrieren verstärkt werden. Für einen Teil des Flussgebietes entlang der Oder - im Oder-Spree-Kreis - gilt weiterhin die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4. 

Straßen stehen unter Wasser, die Flut kam Wohngebieten entlang des Oderufers gefährlich nahe. Die Wasserwacht rückte in Frankfurt (Oder) aus, um Anwohner per Lkw und Boot durch überflutete Straßen zu bringen. Von großen Schäden berichteten die Oder-Regionen bislang nicht. Es kam jedoch wegen Rissen in Schutzwänden zu Durchbrüchen des Wassers. In Eisenhüttenstadt reagierten Einsatzkräfte auf Sickerstellen am Deich, die mit Sandsäcken abgedichtet wurden. 

Der Wasserdruck auf die Hochwasserschutzanlagen sei enorm, die Situation bleibe angespannt, teilte die Stadt Frankfurt (Oder) mit. Dort habe der Pegelstand in der Nacht rund 6,10 Meter erreicht, sinke nun aber sehr langsam ab. Auch an den Pegeln Ratzdorf und Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) war der Höchststand nach Angaben des Landesamtes für Umwelt erreicht worden. Der normale Wasserstand in Frankfurt (Oder) liegt bei etwa 2,10 Metern.
25.09.2024 – 15:26 Uhr Emma Möllenbrock

Frankfurt (Oder) ruft Hochwasser-Alarmstufe 4 aus

In Frankfurt (Oder) wird die Hochwasserlage ernster. Oberbürgermeister René Wilke (parteilos) rief am Nachmittag die höchste Alarmstufe 4 aus, wie die Stadt mitteilte. Der Pegelstand der Oder bei Frankfurt (Oder) bewegte sich auf sechs Meter zu und sollte weiter steigen. Der Richtwert für die Alarmstufe 4 liegt bei sechs Metern - normal ist am Pegel Frankfurt (Oder) ein Wasserstand von um die 2,10 Meter. 

Oberbürgermeister Wilke sagte laut einer Mitteilung: „Schwierige Stunden liegen vor unserer Stadt.“ Er gehe fest davon aus, dass die getroffenen Vorkehrungen ausreichend seien, um die angespannte Lage zu bewältigen. Er hoffe, dass sich die Situation ab Donnerstag entspanne. „Vor verfrühtem Leichtsinn warne ich jedoch.“

Die Stadt teilte auch mit, die höchste Alarmstufe bedeute für die Bürger, dass Lebensgefahr bestehe. Hochwassergefährdete Gebiete seien zu meiden, auch die Nähe zu Deichen und anderen Schutzanlagen.
25.09.2024 – 13:23 Uhr Emma Möllenbrock
Woidke: Hochwasserlage ist im Griff 
 In Brandenburg ist die Hochwasserlage nach Einschätzung von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bislang gut im Griff. „Wir sind auch vorbereitet, wenn das noch schlimmer kommen sollte“, sagte Woidke in Eisenhüttenstadt, wo er sich ein Bild von der Lage machte. Er verwies darauf, dass die Pegelstände ab Donnerstagabend wieder deutlich sinken sollten. Es sei momentan noch eine Situation, die auch mit den regionalen Kräften gut im Griff sei - „aber nur deshalb, weil zigtausende Menschen hier bei uns im Land schon angepackt haben und weiter anpacken“, so Woidke. 

Er würdigte die „große Gemeinschaftsleistung“, die schon vollbracht worden sei. Diese werde noch für ein paar Tage gebraucht, wahrscheinlich bis zum Wochenende, um durch diese schwierige Situation zu kommen. Woidke sprach von gelebtem Zusammenhalt und gelebter Solidarität. In Eisenhüttenstadt sind einige Straßen und Gärten in Ufernähe überflutet. Es ist das zweite Mal, dass Woidke die vom Hochwasser betroffene Region an der deutsch-polnischen Grenze besucht.
24.09.2024 – 07:12 Uhr Yeva Bobchenko

Hochwasser an der Oder  Ratzdorf erreicht Alarmstufe 3

Die Pegelstände der Oder in Brandenburg steigen weiter. Am Morgen kam der Wert in Ratzdorf über die Marke von 5,60 Metern. Damit wurde die Alarmstufe 3 ausgelöst. Noch am Dienstag rechnen die Experten mit einem Überschreiten der höchsten Alarmstufe 4, die bei einem Pegel von 5,90 Metern ausgerufen wird. 

Alarmstufe 3 entspricht nach Angaben des Landes einem „großen Hochwasser“. Die Menschen werden gebeten, den hochwassergefährdeten Bereich großräumig zu meiden. Die Alarmstufe 4 bedeutet demnach „sehr großes Hochwasser“ und ist die höchste Alarmstufe. Unter Umständen besteht dann „Lebensgefahr“.

Ein Sinken des Pegelstands erwarten die Behörden erst am Freitag. Das Dorf Ratzdorf liegt am Zusammenfluss von Oder und Neiße etwa 40 Kilometer südlich von Frankfurt (Oder). Am Montagmorgen begann dort der Aufbau einer rund 152 Meter langen und ein Meter hohen Hochwasser-Schutzwand.
23.09.2024 – 07:35 Uhr Lukas Bay

Elbe in Sachsen führt kein Hochwasser mehr

Die Elbe führt kein Hochwasser mehr. An den Pegeln in Schöna, Dresden, Riesa und Torgau liegen die Werte inzwischen unterhalb der Alarmstufe 1. In Schöna wurden am Vormittag 3,86 Meter gemessen - nach einem Höchststand von 6,63 Meter in der vergangenen Woche. In Dresden sank der Wasserstand binnen 24 Stunden von 4,34 am Sonntagvormittag auf 3,53 Meter. Folgerichtig gibt es auch an den Pegeln in Riesa (4,55 Meter) und Torgau (4,72 Meter) komplette Entwarnung. Nach Angaben der Landeshauptstadt Dresden ist mit einem Wiederanstieg nicht zu rechnen. Allerdings gilt es nun die Uferbereiche zu säubern, die in den vergangenen Tagen unter Wasser standen. 
22.09.2024 – 15:12 Uhr Emma Möllenbrock

Oder-Hochwasser steigt in Brandenburg

Entlang der Oder in Brandenburg bereiten sich die Menschen wegen des erwarteten Hochwassers auf Überschwemmungen vor. In Frankfurt (Oder) hätten die verstärkten Vorbereitungen am nördlichen Teil der Oder-Promenade begonnen, sagte ein Sprecher der Stadt. Zu Beginn der neuen Woche wird mit einer Verschärfung der Lage an dem Grenzfluss gerechnet. Krisenstäbe beobachten die Entwicklung der Flut.

Der Pegelstand in Frankfurt (Oder) lag am Sonntagnachmittag bei 4,30 Metern. Es gilt Alarmstufe 1. Im Normalzustand sind es etwa 2,10 Meter.

Laut Pegelportal des brandenburgischen Landesamtes für Umwelt soll für Frankfurt (Oder) am Dienstag die Alarmstufe 3 erreicht werden, am Mittwochabend dann die höchste Stufe 4. Die Prognose ist aber mit Unsicherheiten behaftet. Richtwert für das Ausrufen der Alarmstufe 4 ist ein Pegelstand in Frankfurt (Oder) von 6 Metern.
21.09.2024 – 15:54 Uhr Patricia Hoffhaus

Hochwassergefahr steigt  Woidke bei Anwohnern in Oder-Stadt

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich in Frankfurt (Oder) ein Bild von den Vorbereitungen auf die wachsende Hochwassergefahr gemacht. Einen Tag vor der Landtagswahl besuchte er Anwohner und Feuerwehrkräfte, die Sandsäcke füllten, in einem Gebiet, das bereits beim Hochwasser 1997 und 2010 überflutet wurde. „Es liegt eine Spannung in der Luft, weil der Wasserspiegel der Oder in den nächsten Tagen deutlich ansteigen wird“, sagte Woidke. „Das wird das schwerste Hochwasser wahrscheinlich seit 2010.“ 

Es sei nötig, mit allen zur Verfügung stehenden Kräften die Menschen und ihr Hab und Gut zu schützen, so Woidke. „Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Solidarität wird uns auch durch diese schwierigen Tage bringen.“ Brandenburg habe eine lange Erfahrung mit Hochwasser-Einsätzen. Zudem sei fast eine Milliarde Euro in den vergangenen Jahrzehnten in den Deichbau investiert worden.
20.09.2024 – 15:50 Uhr Emma Möllenbrock

Sinkende Elbe-Pegelstände - Alarmstufe 2 in Dresden endet

Der sehr langgestreckte Scheitel des Elbe-Hochwassers hat den sächsischen Abschnitt passiert. An allen Messstellen entlang des Flusses sinken die Pegel wieder. In Dresden soll am Samstagmittag die Alarmstufe 2 aufgehoben werden, wie die Stadt mitteilte. Sowohl in Sachsen als auch im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe und Moldau seien keine größeren Niederschläge zu erwarten. Bei Alarmstufe 2 kann es zu Überschwemmungen landwirtschaftlicher Flächen und einzeln stehenden Gebäuden kommen. 

Am Freitagmorgen war nur noch in Torgau der Pegel leicht angestiegen. Ab dem Nachmittag ging er jedoch auch hier zurück und lag knapp unter 6,50 Meter. In Dresden wurden am Nachmittag etwas mehr als 5,30 Meter gemessen. Der Normalwert liegt bei 1,42 Meter.

Der Elbe-Hochwasserscheitel war am Mittwochabend in Sachsen angekommen. Am ersten Pegel Schöna nach der Grenze zu Tschechien erreichte der Fluss mit 6,63 Metern den Höchststand - normal sind dort 1,58 Meter. Auch Dresden passierte er schon über Nacht mit 6,10 Metern, in Riesa bei 6,66 Metern und in Torgau mit um die 6,50 Meter. 
20.09.2024 – 11:35 Uhr Felix Stippler

Rettungskräfte evakuieren Hochwassergebiete in Norditalien

20.09.2024 – 10:11 Uhr Anna Kipnis

Polen: EU-Flut-Hilfe angemessen aber nicht ausreichend

Polens Finanzminister Andrzej Domanski hält die von der EU in Aussicht gestellte Milliarden-Hilfe zur Bewältigung der schlimmsten Überschwemmungen seit mindestens zwei Jahrzehnten für angemessen, wenn auch vermutlich für nicht ausreichend. „Wir wissen, dass die Verluste sehr hoch sind, sehr hoch, auch wenn wir die genaue Zahl noch nicht kennen“, sagte er am Freitag in einem Interview mit dem Sender TVN.

 „Also denke ich, dass dieser Betrag, diese fünf Milliarden Euro für Polen angemessen sind. Das bedeutet aber keineswegs, dass dieser Betrag ausreicht, um alle Verluste abzudecken.“ Die EU-Kommission hatte den von den schweren Überschwemmungen betroffenen osteuropäischen Ländern am Donnerstag Hilfen in Milliardenhöhe zugesagt.

Domanskis Äußerungen müssen auch vor dem Hintergrund der Haushaltslage in Polen gesehen werden. Das Land rechnet in diesem Jahr mit einem Defizit von 5,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, und im kommenden Jahr mit einem Minus von 5,5 Prozent. Brüssel fordert, dass das Defizit in den kommenden Jahren auf drei Prozent gedrückt wird. 

Domanski sagte, er werde sich dafür einsetzen, dass der Kurs zur Begrenzung des Defizits „so sanft wie möglich verläuft, angepasst an die außergewöhnliche Situation, in der sich Polen befindet“. Die Regierung in Warschau hat auf besondere Belastungen durch erhöhte Verteidigungsausgaben infolge des russischen Kriegs gegen die Ukraine verwiesen sowie auf die Corona-Pandemie und die rasant gestiegenen Energiepreise.

20.09.2024 – 08:49 Uhr Felix Stippler

Flut in Österreich: Versicherer fürchten Milliardenschaden

Die Schadenshöhe nach dem Hochwasser in Österreich könnte sich nach ersten Berechnungen der Versicherungsbranche auf 600 bis 700 Millionen Euro belaufen. Laut dem Versicherungsverband (VVO) könnte im Extremfall auch die Milliardengrenze überschritten werden. Man sei nun vor allem um eine „rasche und unbürokratische Schadensabwicklung“ bemüht. Zahlen von einzelnen Versicherern der Branche haben das große Ausmaß der Schäden bereits vermuten lassen. Vor einigen Tagen kündigte die Wiener Städtische an, für sich alleine ein Schadensvolumen von bis zu 100 Millionen Euro zu erwarten. 
20.09.2024 – 08:46 Uhr Felix Stippler

Milliardenhilfe für Hochwassergebiete – EU sagt andauernde Unterstützung zu


19.09.2024 – 09:03 Uhr Robert Laubach

Elbe-Hochwasserscheitel erreicht Sachsen

Der Hochwasserscheitel der Elbe ist nach Angaben des Landeshochwasserzentrums im sächsischen Flussabschnitt angekommen. Am ersten Pegel Schöna an der Grenze zu Tschechien wurde der Höchststand am späten Mittwochabend mit 6,63 Metern erreicht – normal sind dort 1,58 Meter. Am Morgen lag der Wert schon bei 6,57 Metern, bei langsam fallender Tendenz.

Nach einer früheren Einschätzung war der sehr langgestreckte Scheitel dort erst für den Nachmittag erwartet worden. Auch den Pegel Dresden hat er über Nacht bereits passiert. Zehn Stunden lang lag der Wert bei 6,10 Meter, seit morgens 9.00 Uhr geht er zurück, die Tendenz gleichbleibend – normal sind hier 1,42 Meter.
19.09.2024 – 07:48 Uhr Anna Kipnis

Zahl der Toten bei Hochwasser steigt auf mindestens 23

Die Zahl der Toten bei der Hochwasser- und Überflutungskatastrophe in Mittel- und Südosteuropa ist auf mindestens 23 gestiegen. In Tschechien sei ein fünfter Todesfall bestätigt worden, sagte Innenminister Vit Rakusan im Nachrichtensender CNN Prima News.

In dem deutschen Nachbarland gelten mindestens acht Menschen als vermisst, darunter die Insassen eines Autos, das von einem reißenden Fluss mitgerissen wurde. Hochwasser und Überflutungen haben besonders die östlichen tschechischen Landesteile Mähren und Mährisch-Schlesien getroffen und enorme Schäden hinterlassen. 
19.09.2024 – 07:09 Uhr Robert Laubach

Hochwasserwelle erreicht Breslau

In Polen hat die Hochwasserwelle in der Nacht die niederschlesische Stadt Breslau erreicht. Der Wasserstand an der Messstation Trestno vor den Toren der Stadt betrage 6,31 Meter, sagte der Leiter des Meteorologischen Instituts bei einer Sitzung des Krisenstabes vor Ort. „Hier sehen wir bereits eine Stabilisierung.“ Ein Pegelstand von 6,30 bis 6,40 Meter werde sich aber länger halten. Normal ist ein Wasserstand von etwas mehr als drei Metern. Die jetzige Flutwelle ist deutlich niedriger als beim Oderhochwasser 1997, als der Wasserstand 7,24 Meter erreichte.

Regierungschef Donald Tusk warnte bei einer Sitzung des Krisenstabs jedoch davor, die Situation zu unterschätzen. „Es ist zu früh, um den Sieg über das Hochwasser bei Breslau zu verkünden.“ Man müsse die Lage weiter im Auge behalten.
19.09.2024 – 04:47 Uhr Felix Stippler

Aufräumarbeiten an vielen Orten – Elbe und Oder steigen an

Die Elbe steigt in Sachsen weiter leicht. Die erwarteten Scheitelpunkte hat das Wasser laut Vorhersage des Landeshochwasserzentrums noch nicht erreicht. In Dresden ist die Elbe am Mittwoch über die Marke von sechs Metern gestiegen. Dort wie auch in Schöna an der Grenze zu Tschechien wird der Hochwasserscheitel am Donnerstag erwartet. Vorsichtige Entwarnung gibt es entlang anderer Flüsse im Osten und Süden Deutschlands. Weiter nördlich blickt dagegen Brandenburg sorgenvoll auf die Oder, die in den nächsten Tagen mehr Wasser bringen dürfte.

In den Hochwassergebieten von Polen über Tschechien bis nach Österreich haben mittlerweile die Aufräumarbeiten begonnen, doch die Lage entspannt sich nur langsam. Die Einsatzkräfte haben vielerorts noch mit den Wassermassen zu kämpfen. In Polen und Tschechien unterstützen auch Soldaten. Allerdings geben die Behörden noch keine Entwarnung. Bislang kamen in Mittel- und Osteuropa mehr als 20 Menschen ums Leben.
Imago
18.09.2024 – 13:28 Uhr Anna Kipnis
Österreich bringt Hochwasserhilfen auf den Weg
18.09.2024 – 12:55 Uhr Anna Kipnis

Zahl der Toten in Tschechien steigt auf vier 

Die Zahl der Toten nach der Hochwasser- und Überflutungskatastrophe in Tschechien ist auf vier gestiegen. In der Gemeinde Kobyle nad Vidnavkou wurde die Leiche einer 70 Jahre alten Frau entdeckt, die seit Tagen als vermisst galt, wie die Polizei mitteilte. 

Der Ort liegt im Bezirk Jesenik im Nordosten des Landes. Die Gegend im Altvatergebirge an der Grenze zu Polen war von den Unwettern besonders stark betroffen. Mindestens sieben Menschen gelten in Tschechien weiter als vermisst.
18.09.2024 – 11:48 Uhr Anna Kipnis

Treffen mit Tusk: Von der Leyen reist ins Hochwassergebiet 

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reist am Donnerstag in ein Hochwassergebiet in Polen. Der polnische Regierungschef Donald Tusk habe die CDU-Politikerin dazu eingeladen, teilte die EU-Kommission mit. Unter anderem soll von der Leyen ein Krisenzentrum besuchen. 

Polen ist wie andere EU-Länder derzeit von Extremwetter betroffen. Zu dem Treffen werden auch der tschechische Regierungschef Petr Fiala, sein slowakischer Kollege Robert Fico und der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer erwartet.
18.09.2024 – 10:46 Uhr Anna Kipnis

Donau-Hochwasser in der Slowakei wandert flussabwärts 

In der Slowakei wandert die Scheitelwelle der Donau nur sehr langsam aus Bratislava flussabwärts. Die Hauptstadt ist dennoch glimpflich davongekommen. Am Dienstag hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass der Wasserstand der Donau im Zentrum mit rund 9,70 Meter schon seinen Höchststand erreicht habe. Am Mittwoch meldete der staatliche Wetterdienst aber nochmals einen leichten Anstieg auf 9,80 Meter. 

Dennoch beruhigten die Behörden: Die am innerstädtischen Flussufer aufgestellten mobilen Schutzwände seien für einen Pegelstand von bis zu 10,13 Meter ausgelegt und hätten das Hochwasser daher gut überstanden, sagte ein Sprecher zur Nachrichtenagentur TASR. Der normale Wasserstand liegt im Durchschnitt bei drei Metern.
18.09.2024 – 09:56 Uhr Felix Stippler

Knapp zwei Millionen Menschen von Unwettern betroffen

Fast zwei Millionen Menschen sind nach Angaben von EU-Kommissar  Janez Lenarcic in den vergangenen Tagen von den Überschwemmungen in Teilen Europas betroffen gewesen. „In nur wenigen Tagen fiel das Drei- bis Vierfache der durchschnittlichen monatlichen Niederschlagsmenge“, so der für Krisenprävention zuständige Spitzenpolitiker in einer Rede im Europaparlament in Straßburg. Dadurch seien Flüsse wie die Donau auf ein Niveau anstiegen, das seit einem Jahrhundert nicht mehr erreicht worden sei.
dpa
18.09.2024 – 08:31 Uhr Robert Laubach

Eine Milliarde Euro: Österreich stockt Katastrophenfonds auf

Die österreichische Regierung weitet die finanzielle Hilfe für Betroffene des Hochwassers massiv aus. Die Mittel im Katastrophenfonds werden von 300 Millionen Euro auf 1 Milliarde Euro aufgestockt, wie Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) mitteilte. Aus diesem Topf können Kommunen und Privatpersonen nach Naturkatastrophen finanzielle Hilfe erhalten. Schätzungen zu den Hochwasser-Schäden liegen noch nicht vor.

Die konservative ÖVP und die mitregierenden Grünen einigten sich auch darauf, 40 Millionen Euro für Menschen zur Verfügung zu stellen, deren Häuser und Wohnungen derzeit nicht mehr zu bewohnen sind. Außerdem können Privatpersonen und Firmen Kosten für Reparaturen und Neuanschaffungen von der Steuer absetzen.
18.09.2024 – 06:12 Uhr Robert Laubach

Zweithöchste Hochwasser-Alarmstufe in Dresden

Die Elbe hat in Dresden die Sechs-Meter-Marke erreicht. Es gilt dort nun laut Landeshochwasserzentrum die Alarmstufe 3 (Stand: 7.45 Uhr). Das bedeutet für die Anwohner, dass bebaute Fläche, überörtliche Straßen und Schienenwege überschwemmt werden können. Am Pegel Schöna im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge galt diese Stufe bereits – am Morgen lag der Wasserstand hier bei etwa 6,56 Meter.
18.09.2024 – 05:17 Uhr Robert Laubach

Polen: Zahl der Todesopfer nach Hochwasser steigt

In den polnischen Hochwassergebieten sind nach Polizeiangaben zwei weitere Tote gefunden worden. Es handele sich um zwei Männer, sagte eine Sprecherin der Polizei in Klodzko der Nachrichtenagentur PAP. Die Leiche des einen Mannes sei in einem Auto in dem Dorf Ladek-Zdroj entdeckt worden. Der zweite Tote wurde in Stronie Slaskie im Flussbett der Biala Ladecka gefunden. Damit steigt die Zahl der Toten auf sechs. Am Dienstag war laut PAP von zunächst vier Toten die Rede gewesen.

Nach anderen Berichten liegt die Zahl der Todesopfer höher. So berichtete das Portal Onet unter Berufung auf Angaben der Regionalverwaltung in Klodzko von insgesamt zehn Toten, darunter drei in Ladek-Zdroj und sieben in Stronie Slaskie.

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