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Institut der Deutschen Wirtschaft Umfrage: Nur jedes fünfte Unternehmen nutzt Kurzarbeit für Weiterbildung

Manche Betriebe nutzen die Zwangspause der Kurzarbeit, um Mitarbeiter zu qualifizieren. Das Institut der deutschen Wirtschaft plädiert für mehr Förderung und Informationen über Angebote.
24.11.2020 - 15:27 Uhr Kommentieren
Viele Unternehmen nutzen digitale Bildungsangebote, um ihre Belegschaft trotz der Kontaktbeschränkungen weiterzubilden. Quelle: dpa
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Viele Unternehmen nutzen digitale Bildungsangebote, um ihre Belegschaft trotz der Kontaktbeschränkungen weiterzubilden.

(Foto: dpa)

Berlin Geld war das kleinere Problem: In der Vergangenheit fehlte vielen Unternehmen die Zeit, um ihre Mitarbeiter weiterzubilden. Nun hat die Corona-Pandemie in vielen Betrieben zu einer Zwangspause geführt, die zumindest ein Teil der Firmen aktiv nutzt: Fast jedes fünfte Unternehmen, dessen Mitarbeiter in Kurzarbeit waren, hat in dieser Zeit Teile der Belegschaft weitergebildet. Das zeigt die diesjährige Weiterbildungsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die dem Handelsblatt vorliegt.

Die Weiterbildungsexpertin des IW, Susanne Seyda, sieht das positiv: „Es handelt sich hier um Unternehmen, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken und trotzdem die Weitsicht haben, mit Blick auf bessere Zeiten in ihre Mitarbeiter zu investieren.“

Deutlich höher war die Weiterbildungsquote in den Unternehmen, deren Belegschaft schon vor Ausbruch der Pandemie Erfahrung mit digitalem Lernen hatte. Hier gab jedes vierte Unternehmen an, die Kurzarbeit genutzt zu haben.

Weiterbildungsexpertin Seyda sieht vor allem einen Grund dafür, dass Firmen nicht noch stärker auf Weiterbildung setzen: Sie wissen schlicht zu wenig über die Möglichkeiten, die digitales Lernen in Zeiten der Kontaktbeschränkungen bietet.

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    Seyda fordert aber auch eine flexiblere finanzielle Förderung. So könnten Weiterbildungskosten nach dem Qualifizierungschancengesetz nur gefördert werden, wenn „die Maßnahme außerhalb des Betriebs oder von einem zugelassenen Träger im Betrieb, dem sie angehören, durchgeführt wird und mehr als 120 Stunden dauert“.

    Aktuell würden zwar auch E-Learning-Maßnahmen unter bestimmten Bedingungen gefördert, „allerdings ist hier noch unklar, inwieweit das für zukünftige Weiterbildungsmaßnahmen gelten wird, sodass den Unternehmen hier Planungssicherheit fehlt“, sagt die IW-Spezialistin. 

    Im vergangenen Jahr hatte die IW-Weiterbildungserhebung ergeben, dass 78 Prozent aller Unternehmen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zum selbstgesteuerten Lernen bieten. Dazu zählt neben dem E-Learning aber auch die Lektüre von Printmedien. 55 Prozent der Unternehmen, die in Sachen Weiterbildung aktiv sind, nutzten schon damals vier oder mehr digitale Lernmedien.

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