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Kultusminister-Konferenz zur Pandemie Nur 0,4 Prozent ohne Präsenzunterricht: Schulen sind kein Corona-Hotspot

Weniger als ein Prozent der Schulen sind Corona-bedingt geschlossen. Die Zahlen zum Präsenzunterricht haben sich binnen Wochenfrist kaum verändert.
27.11.2020 - 15:24 Uhr Kommentieren
Bislang ist nur ein Bruchteil der Schulen wegen Corona-Infektionen komplett geschlossen. Quelle: dpa
Unterricht mit Maske

Bislang ist nur ein Bruchteil der Schulen wegen Corona-Infektionen komplett geschlossen.

(Foto: dpa)

Berlin Die Schulen sind von der Pandemie weiter nur wenig betroffen: Ende vergangener Woche waren in ganz Deutschland wegen Infektionen und Quarantäne 118 der insgesamt 28.811 Schulen geschlossen. Damit waren 0,4 Prozent der Schulen ganz ohne Präsenzbetrieb – ähnlich wenige wie in der Woche zuvor. Das teilte die Kultusministerkonferenz (KMK) mit, die diese Daten nun wöchentlich veröffentlichen will.  

Weit höher ist die Zahl der Schulen, in denen für einen Teil der Klassen Distanzunterricht organisiert werden muss: Das betrifft 3702 Schulen, also etwa jede achte Schule. Der Anteil ist um 1,3 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent gestiegen. Das bedeutet im Umkehrschluss: An sieben von acht Schulen findet für alle Klassen Präsenzunterricht statt. 

Von den insgesamt gut zehn Millionen Schülern waren vor einer Woche nach KMK-Angaben 20.185 mit dem Covid-19-Virus infiziert, also 0,2 Prozent. Das waren etwas mehr als in der Vorwoche. In Quarantäne befinden sich mit 199.932 Personen zehnmal so viele. 

Von den bundesweit rund 897.023 Lehrkräften sind 3169 infiziert, das sind etwas weniger als in der Vorwoche, und 11.600 befinden sich in Quarantäne. Die Kultusminister weisen aber darauf hin, dass es sich bei den Zahlen „nicht um infektionsmedizinisch belastbare Daten“ handelt. Es gehe vor allem darum, Zahlen für die Organisation des Unterrichts zu erhalten. Zudem seien die Definitionen in den einzelnen Bundesländern teilweise unterschiedlich. 

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    Die Regierungschefs hatten Mitte der Woche beschlossen, dass Schulen und Kitas auch weiterhin grundsätzlich geöffnet bleiben. Ein vielfaches Umsteigen auf Wechselunterricht mit Homeschooling, auf das vor allem die Lehrerverbände gedrängt hatten, ist nicht geplant. Gleichzeitig verabredeten die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin Maßnahmen, um Ansteckungen an Schulen einzudämmen. So sollen etwa Lehrer früh geimpft werden. Kurzfristig sollen auch verstärkt Masken verteilt werden.

    So wie das bereits bei den Kitas passiert, soll nun auch das Infektionsgeschehen an den Schulen in Deutschland im größeren Stil wissenschaftlich untersucht werden. Die Kultusministerkonferenz hat damit das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und die Kinderklinik der Uniklinik Köln beauftragt.

    Ziel ist es unter anderem, Studien, Zahlen und Datenerhebungen, die bereits in den Bundesländern gemacht werden und wurden, zusammenzuführen, „um daraus in einer Gesamtschau belastbare Zahlen für die gesamte Republik zu haben“, sagte die amtierende KMK-Präsidentin und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Es gehe darum, Aussagen zum Infektionsgeschehen und zu den Maßnahmen der Schulen zur Eindämmung der Pandemie treffen zu können.

    Infektionsgeschehen in Schulen wird erforscht

    Bereits seit Mai läuft eine bundesweite „Corona-Kita-Studie“ des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Deutschen Jugendinstituts. Darin werden Gesundheitsdaten zu Infektionen und regelmäßige Befragungen von Mitarbeitern in den Einrichtungen ausgewertet.

    Unter Deutschlands Schuldirektoren steigt indes die Unzufriedenheit, während gleichzeitig die Arbeitsmotivation sinkt. Nur noch 24 Prozent der Schulleitungen üben ihren Beruf „sehr gerne“ aus, zeigt eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE). Bei der Befragung zu Beginn der Coronakrise im März waren es noch 42 Prozent, 2019 sogar 58 Prozent. 

    Deutlich gestiegen ist der Anteil der Schulleiterinnen und Schulleiter, die ihren Beruf „eher ungern“ oder „sehr ungern“ ausüben: von vier Prozent im vergangenen Jahr über elf Prozent im März auf jetzt 27 Prozent. In der Gesamtschau hat die große Mehrheit (72 Prozent) der Direktoren aber immer noch eine positive Einstellung zum Job („eher gern“ und „sehr gern“).

    Auf die Frage nach Problemen an der Schule aufgrund der Corona-Pandemie nannten die Schulleiter am häufigsten Themen wie eine fehlende Digitalisierung, Probleme mit Online-Unterricht, fehlendes Personal, die Einhaltung von Abstandsregeln und eine beengte Raumsituation.

    Mehr: „Lehrerfortbildung ist die Achillesferse“: Milliarden aus Digitalpakt fließen zu langsam ab

    • bag
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