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Pandemie Spahn führt Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ein – Breite Zustimmung in der Bevölkerung

Jens Spahn legt seine Testpflicht-Verordnung vor. Der Minister plant auch, mittelfristig bei Einreisen aus Drittstaaten in die EU vor Abflug zu testen.
06.08.2020 - 18:00 Uhr 1 Kommentar
Corona-Tests werden bei Einreisen aus Risikogebieten zur Pflicht. Quelle: AP
Gesundheitsminister Spahn

Corona-Tests werden bei Einreisen aus Risikogebieten zur Pflicht.

(Foto: AP)

Berlin Wer aus einem Risikogebiet mit hohen Corona-Fallzahlen nach Deutschland einreist, muss sich ab Samstag nach seiner Rückkehr auf eine mögliche Infektion testen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Donnerstag während einer Pressekonferenz, mit der Regelung wolle man angesichts steigender Infektionszahlen „auf Nummer sicher“ gehen.

Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro – wie hoch die Strafzahlungen tatsächlich ausfallen, liegt laut Spahn jedoch im Ermessen der örtlichen Behörden. „Die weltweite epidemiologische Situation im Hinblick auf Ausbreitung von Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 entwickelt sich derzeit sehr dynamisch“, heißt es in dem Verordnungsentwurf, der dem Handelsblatt vorliegt.

„In vielen Staaten der Welt besteht derzeit ein erhöhtes Risiko für eine Ansteckung vor Ort. Es besteht die Gefahr, dass insbesondere durch den verstärkten Reiseverkehr durch Reisende aus Risikogebieten das Infektionsgeschehen in der Bundesrepublik Deutschland wieder zunimmt.“

Das Robert Koch-Institut (RKI) legt die Risikogebiete fest. Auf der Liste stehen die meisten Staaten außerhalb der EU. Innerhalb Europas sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen sowie die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra betroffen.

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    Der Verordnung zufolge betrifft die Regelung Einreisen auf dem Land-, See- und Luftweg. Bereits jetzt gilt bei der Rückkehr aus Risikogebieten die Pflicht, sich 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben und beim Gesundheitsamt zu melden. Nun ist auch ein Testergebnis erforderlich, das der Behörde vorgelegt werden muss.

    Wird ein Test schon im Ausland gemacht, darf er höchstens 48 Stunden vor der Einreise vorgenommen worden sein – und zahlen muss man ihn im Ausland selbst. Die Test-Bescheinigung muss in deutscher oder englischer Sprache verfasst sein.

    Mehrheit der Deutschen befürwortet Spahns Maßnahme

    In Deutschland ist der Test bis zu drei Tage nach der Einreise gratis, die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung. Bereits seit vergangenem Samstag können sich alle Einreisenden aus dem Ausland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

    Eine große Mehrheit der Deutschen findet es laut einer Umfrage richtig, dass sich Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten auf das Coronavirus testen lassen müssen. Im ARD-Deutschlandtrend im Auftrag der Tagesthemen befürworten 93 Prozent der Befragten Spahns Maßnahme.

    Der Gesundheitsminister sagte am Donnerstag außerdem, dass er ein EU-weites Vorgehen anstrebe. In den nächsten Wochen soll demnach eine Lösung gefunden werden, bei der sich Nicht-EU-Bürger bei Einreisen aus Drittstaaten bereits vor Abflug testen lassen müssen und nur mit einem negativen Ergebnis überhaupt an Bord eines Flugzeugs kommen. Auch die USA und China würden über diese Maßnahme nachdenken „und praktizieren das in Teilen auch schon“, so Spahn.

    Deutschland geht diesen Weg bereits in einer bilateralen Vereinbarung mit der Türkei: Im Gegenzug für die Lockerung der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes hatte die türkische Regierung zugestimmt, Tests für Reisende vor der Rückkehr nach Deutschland verpflichtend zu machen.

    Mehr: Die Warnungen vor einer zweiten Welle der Pandemie in Deutschland nehmen zu. Eindeutige Kriterien für dieses Szenario gibt es bisher aber nicht.

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    1 Kommentar zu "Pandemie: Spahn führt Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten ein – Breite Zustimmung in der Bevölkerung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Natürlich ist die Testpflicht, wenn man aus Risikogebiete hier zurückkommt angemessen, denn hier ist einfach die Wahrscheinlichkeit größer sich zu infizieren. Und wer dies Risiko auf sich nimmt - was ja legitim ist - dann ist eben die Konsequenz sich testen zu lassen.
      Es sind einfach nur das Arbeiten mit Statistik und Wahrscheinlichkeiten - letztendlich also eine Risikobewertung, die jeder für sich entscheiden kann und sollte.
      Genauso - wenn mehr getestet wird ist es aus Gründen der Wahrscheinlichkeit schon so, dass mehr Infizierte erkannt werden. Das hat erst mal mit der stärkeren Verbreitung oder mit anderen Geschehnissen nichts zu tun.
      Es wird immer über die neue Wirklichkeit gesprochen.
      Sie ist im Grunde schon seit Jahren da, keiner hat nur darüber gesprochen und es war kein Thema für die Leitmedien, weil Greta & Co mehr Clicks gebracht haben.
      Krankheitsviren waren da, sind da und bleiben auch da und sie mutieren - auch immer schon.
      Alles nichts Neues. Nur unser Umgang hat eine andere Dimension, ohne das im übrigen das tatsächliche Risiko für den Einzelnen sich verändert hat.
      RKI stellt ca. 20.000 Tote aufgrund einer Grippepandemie 2018 fest, stellt diese Daten fest aber kein Interesse. Desgleichen jährlich ca. 30. / 40.000 Todesfälle durch die multiresistenten Viren z.B. in Krankenhäusern - vom RKI festgestellt - Kein Problem.

      Nun kommt Corona und plötzlich ist es ein Problem - die Frage nach dem Warum? sei erlaubt.

      Ich bin kein Corona-Leugner, weder politisch rechts noch Fundamentalopposition - ich hoffe mit meinem gesunden Menschenverstand auf logische Fragen Antworten durch Faktencheck zu bekommen, um als mündiger Bürger mein Handeln - auch im Rahmen vorhandener Risiken - zu bewerten und entsprechend sozial verantwortlich zu handeln.
      Aber ich lass mich nicht durch hysterische Schreiberlinge oder Politiker:innen von einer Weltuntergangsstimmung in die nächste treiben. Da sollte uns unser Leben zu schade sein.

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