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PersonalmangelDer Roboter als Retter? So könnte eine Strategie gegen Arbeiterlosigkeit aussehen

Wenn Staat und Unternehmen jetzt nichts gegen den Personalmangel tun, droht Deutschland die Dauerstagnation. Die gute Nachricht: Es gibt einen Ausweg.Frank Specht 01.07.2022 - 04:00 Uhr Artikel anhören

Automatisierungen können ein Teil der Lösung sein.

Foto: Thomas Kuhlenbeck
  • Ob Flughafen, Krankenhaus oder Restaurant – der Personalmangel bremst das Wachstum aus und macht das Leben anstrengend. Gut jedes zweite Unternehmen sieht den Fachkräftemangel als Geschäftsrisiko. Es gibt drei Wege, gegenzusteuern: Mehr arbeiten, mehr Zuwanderung und mehr Automatisierung.
  • Der Arbeitskräftemangel droht halb Deutschland lahm zu legen. Automatisierung bietet einen häufig unterschätzten Ausweg – viele Lösungen müssten nur endlich eingesetzt werden. Das Handelsblatt stellt Beispiele aus sechs Branchen vor.
  • Die akute Personalnot im Luftverkehr habe sich die Branche auch selbst zuzuschreiben, sagt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil im Interview. Um den Fachkräftemangel insgesamt zu dämpfen, will er die Einwanderung erleichtern und Frauen ermuntern, mehr zu arbeiten.
  • Corona hat viele Lebensläufe durchgerüttelt und Karrierepfade verändert – diese drei Menschen haben die Pandemie für einen Berufswechsel genutzt.

Berlin. Der Ausnahmezustand auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat Tausende Gesichter. Eines davon gehört zu Dennis Seidel. Zehn Jahre lang flog der Flugkapitän für die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), zuletzt im Auftrag von Eurowings. Nach der Pleite von LGW im Coronafrühling 2020 begann er eine Umschulung zum Lokführer. Heute steuert der 35-Jährige Züge statt Flugzeuge. „Ich wollte nicht auf etwas warten, was nie mehr wiederkommt“, sagt er im Rückblick. „Ich wollte mein Schicksal in die eigene Hand nehmen.

Flugchaos an Flughäfen verdeutlicht für Personalmangel in Deutschland

Jobwechsler Seidel lindert heute die Personalsorgen der Deutschen Bahn – und verstärkt die von Lufthansa-Chef Carsten Spohr, zu dessen Konzern auch Eurowings gehört. In einem offenen Brief schrieb der Konzernvorstand an die Airline-Kunden, die sich mit abgesagten Flügen, stundenlangem Warten an den Sicherheitskontrollen und liegen gebliebenen Koffern konfrontiert sehen. „Wir können uns dafür bei Ihnen nur entschuldigen und wollen dabei auch ganz ehrlich sein: In den nächsten Wochen mit weiter steigenden Passagierzahlen, ob Urlaub oder Geschäftsreisen, wird sich die Situation kurzfristig kaum verbessern.“

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