Regierungsbildung: Laschet buhlt um Jamaika – Was die Union FDP und Grünen anzubieten hat
Der FDP-Chef tendiert eher zu einer Jamaika-Koalition mit der Union.
Foto: imago images/Political-MomentsBerlin. Für CDU und CSU steht trotz des Absturzes bei den Bundestagswahlen auf 24,1 Prozent fest: Sie geben den Regierungsanspruch nicht auf und wollen FDP und Grüne für eine Jamaika-Koalition gewinnen. An diesem Montag wollen die Vorstände von CDU und CSU nun beraten, mit welchen Delegationen sie in diese möglichen Gespräche gehen.
Wie das Handelsblatt aus Unionskreisen erfuhr, wird vermutlich Ralph Brinkhaus erneut zum Fraktionsvorsitzenden gewählt, beziehungsweise bleibt er es kommissarisch fürs Erste. Da CDU-Chef Armin Laschet als Parteivorsitzender ohnehin Verhandlungsführer sei, müsse er sich nicht der Wahl stellen und nach diesem strategisch wichtigen Amt greifen, hieß es in Parteikreisen. Andere sagen, er wolle so einem möglichen, schlechten Ergebnis entgehen.
Während Laschet mit Aktion die Führung übernehmen will, rumort es hinter den Kulissen mächtig. Von einer „dramatischen Niederlage“ ist im Präsidium die Rede, das Ergebnis sei „katastrophal“. Die Partei müsse sich neu aufstellen, um überhaupt wieder in die Lage zu kommen, Ergebnisse von 30 Prozent und mehr zu erreichen. Das sei der Anspruch.