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SPDEsken ohne Ministeramt – für Klingbeil zählt vor allem Loyalität

Die Co-Parteichefin hatte auf einen Posten in der Regierung gedrungen, geht aber leer aus. Führende Genossen klagen über das „Buddy-Netzwerk“, das der SPD-Vorsitzende bevorzuge.Martin Greive 05.05.2025 - 09:49 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Die SPD-Bundes- und Staatsministerinnen und Minister, von links oben im Uhrzeigersinn: Verena Hubertz, Boris Pistorius, Lars Klingbeil, Natalie Pawlik, Reem Alabali-Radovan, Bärbel Bas, Elisabeth Kaiser, Carsten Schneider, Stefanie Hubig. Foto: Dpa (2), Reuters (2), picture alliance/dpa (5)

Berlin. Eine ganze Reihe neuer junger Gesichter, darunter viele unter 40 Jahre: Die Riege der SPD für das Kabinett steht. Am Montagmorgen gab die SPD bekannt, wer für die Sozialdemokraten künftig in der Bundesregierung sitzt. Dabei läutet SPD-Chef Lars Klingbeil den versprochenen Generationenwechsel ein, dem gleich mehrere prominente SPD-Politiker wie Hubertus Heil zum Opfer fallen. Auch Klingbeils Co-Parteichefin Saskia Esken geht leer aus.

„Als Konsequenz aus dem schlechten Ergebnis bei der Bundestagswahl haben wir gemeinsam eine personelle und inhaltliche Neuaufstellung angekündigt“, teilte die SPD-Spitze mit. „Mit unserem Regierungsteam gehen wir als Parteispitze damit den nächsten Schritt.“

Bereits im Vorfeld war klar, dass Klingbeil selbst Bundesfinanzminister und Vizekanzler wird. Ebenfalls als gesetzt galt der bisherige Verteidigungsminister Boris Pistorius. Daneben übernimmt die frühere Bundestagspräsidentin Bärbel Bas wie erwartet das mächtige Sozial- und Arbeitsministerium.

Bärbel Bas: Die ehemalige Bundestagspräsidentin soll Arbeitsministerin werden. Foto: Michael Kappeler/dpa

Justizministerin wird die bisherige rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig. Hubig arbeitete früher als Staatsanwältin und Richterin. Die Besetzung des Justizministeriums wurde mit Spannung erwartet, da das Haus künftig ein Gegenpol zum Innenministerium bilden dürfte, wo CSU-Minister Alexander Dobrindt eine schärfere Migrationspolitik umsetzen will, die rechtlich allerdings umstritten ist.

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