TV-Runde mit Kanzlerkandidaten: „Armin is back“, „zu wenig Zukunft“: Wie Start-up-Unternehmer das erste Triell bewerten
Unionskanzlerkandidat Laschet zeigte sich zu Beginn der TV-Runde angriffslustig.
Foto: dpaBerlin. In ihrem ersten TV-Triell debattierten Annalena Baerbock (Grüne), Armin Laschet (CDU) und Olaf Scholz (SPD) zu viel über die Fehler der Großen Koalition und zu wenig über Zukunftsfragen wie die Digitalisierung. Das ist zumindest der Eindruck von Vertretern der Start-up-Branche. „Von Digitalisierung, Start-ups und modernem Wirtschaften wurde kaum gesprochen“, sagte Christian Miele, Vorstandsvorsitzender beim Bundesverband Start-ups.
Zu oft sei es in der TV-Runde um Schuldzuweisungen gegangen. Wichtiger sei ein Plan für Deutschlands Zukunft. „Wir brauchen weniger Gegenwartsbewältigung und mehr Zukunftsgestaltung.“
Als Verbandsvertreter sagte Miele nicht, wen er als Sieger des Triells gesehen hat. „Gute Ansätze gibt es in jeder Partei“, so Miele mit Blick auf die für die Start-up-Branche wichtigen Themen in den Wahlprogrammen. Als Beispiel nannte er die steuerliche Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungen.
„Neben erforderlichen Verbesserungen ist es aber wichtig, drohende Verschlechterungen zu vermeiden“, betonte Miele. Das gelte insbesondere für die Vermögensteuer. „Dadurch würde Gründen insgesamt unattraktiver.“