Verteidigung: „Marder“, „Gepard“ und „Leopard“: Was taugen die deutschen Uralt-Panzer?
Der „Marder“ wurde ursprünglich als Begleitfahrzeug für den „Leopard“ entwickelt.
Foto: dpaBerlin. Die Bundeswehr hat tief im Archiv gewühlt, um ihren Followern bei Twitter Videos des Gepard-Panzer vorzuführen. Mit dramatischer Musik im Hintergrund sieht man den Flugabwehr-Panzer in körniger Auflösung durch Schneelandschaften und Matsch fahren. Auf dem Dach rotiert das Radar, im Inneren drückt ein Soldat auf einen roten Knopf, um ein Flugzeug – auf dem Display vor ihm ein verschwommener roter Punkt – abzuschießen.
Die Sequenz erinnert an Spielfilme aus dem Kalten Krieg. Tatsächlich wurde der „Gepard“ bei der Bundeswehr 2010 ausgemustert. Doch nun soll der historische Panzer in der Ukraine nochmal zum Einsatz kommen. Rund 50 ausrangierte „Gepards“ aus den 70er Jahren, die sich aktuell im Bestand des Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann befinden, sollen wieder fitgemacht und Kiew überlassen werden. Nicht das einzige Museumsstück, das nun noch einmal entstaubt werden soll. Doch was taugen „Gepard“, „Marder“ und „Leopard“?
„Für Verteidigung und Objektschutz kann man den Gepard gut verwenden“, sagt Peter Theisen von der Wehrtechnischen Studiensammlung in Koblenz. Sein Radar kann Objekte in 15 Kilometern Umkreis orten und dann mit den zwei 35 Millimeter Kanonen in hoher Frequenz beschießen. Bis zu 1100 Schuss sind dabei pro Minute möglich, die Ziele in rund fünf Kilometer Höhe ins Visier nehmen.