Arbeitsmarkt: Diese Strategien gibt es gegen den Arbeits- und Fachkräftemangel
Berlin. Arbeiten die Deutschen zu wenig? Zwar gibt es aktuell 45,7 Millionen Erwerbstätige – fast sieben Millionen mehr als im Jahr nach der Wiedervereinigung. Doch die Zahl der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden hat sich seit 1991 nur unwesentlich verändert.
Das liegt daran, dass die wöchentliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem im diesem Zeitraum von 38,5 auf 36,3 Stunden gesunken ist. Und das wiederum hat mit der rekordhohen Teilzeitquote zu tun, die mittlerweile bei knapp 31 Prozent liegt.
Gleichzeitig klagen die Unternehmen über Arbeits- und Fachkräftemangel, der zur Wachstumsbremse werden könnte. Rund 1,7 Millionen Stellen sind unbesetzt – und angesichts des demografischen Wandels drohen es deutlich mehr zu werden. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger wünscht sich deshalb „mehr Bock auf Arbeit“.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verweist dagegen auf die 1,3 Milliarden Überstunden, die die Deutschen im vergangenen Jahr geleistet haben. Wer da von Faulheit spreche, habe „nicht mehr alle Latten am Zaun“, sagte der Regierungschef dem Magazin „Stern“.