Gasversorgung: Schwimmende LNG-Terminals: Baustart in Wilhelmshaven bereits nächste Woche
Weltweit gibt es nur 48 dieser Spezialschiffe.
Foto: ReutersBerlin. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) macht Druck, um die große Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen möglichst rasch zu reduzieren. Gleich vier schwimmende Terminals für Flüssigerdgas sollen zur Lösung des Problems beitragen. In wenigen Tagen will Habeck Vollzug melden. Doch es gibt noch Probleme zu lösen: Die Anbindung der Terminals an das Gasnetz ist nicht leicht zu bewältigen. Zugleich stehen hohe Kosten im Raum.
Noch Anfang April hieß es in einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums für den Wirtschaftsausschuss des Bundestages, die Bundesregierung habe „über die Unternehmen RWE und Uniper drei FSRUs optioniert, um die Versorgungssicherheit in Deutschland weiter zu erhöhen“. Die Abkürzung FSRU steht für „Floating Storage und Regasification Unit“.
Dahinter verbergen sich Spezialschiffe, die verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas, kurz LNG) wieder in gasförmigen Zustand bringen können und es so für das Gasnetz verfügbar machen. FSRUs sind somit die mobile, schnell einsetzbare Alternative zu stationären LNG-Terminals.
Gasversorgung: Erste Standorte für mobile LNG-Terminals festgelegt
Mittlerweile gibt es keinen Zweifel mehr, dass mehr als drei Spezialschiffe geben wird. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte, die Bundesregierung chartere vier Schiffe. Für die Anmietung bedient sich das Ministerium der Expertise von Uniper und RWE. Sie führen die Vertragsverhandlungen mit den Anbietern der FSRU.