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+++ USA +++Hunderte protestieren in Dänemark gegen Trumps Grönlandpläne

Live-BlogUS-Luftfahrtbehörde: Vorsicht bei Flügen über Mittelamerika und Südamerika +++ Boulevard in Florida nach Trump benannt +++ Der Newsblog. 17.01.2026 - 17:31 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Menschen protestieren in Nuuk, Grönland gegen die Pläne des US-Präsidenten:  Trump will die Insel übernehmen. Foto: Getty Images
17.01.2026 – 16:31 Uhr Vivian Melchert

Trump kündigt Zölle gegen Deutschland und andere Länder wegen Grönland an

US-Präsident Donald Trump kündigt Zölle gegen Dänemark, Deutschland, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland wegen der Grönland-Frage an. Diese würden zunächst ab dem 1. Februar zehn Prozent betragen, erklärte Trump am Samstag. Ab dem 1. Juni sollen sie auf 25 Prozent steigen, wenn kein Abkommen für einen US-Kauf der Insel erzielt werde.
17.01.2026 – 15:30 Uhr Alisa Swoboda

USA: Gericht schränkt Vorgehen von Einwanderungsbehörde bei Protesten ein

Ein Gericht im US-Bundesstaat Minnesota hat am Freitag die Rechte von Protestierenden gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis gestärkt. Bundesrichterin Kate Menendez untersagte den Beamten, gegen friedliche Demonstranten und Beobachter Gewalt anzuwenden oder sie festzunehmen. 

Bundesbeamte dürfen demnach Personen, die friedlich protestieren oder die Beamten lediglich beobachten, nicht festnehmen, es sei denn, es besteht der begründete Verdacht, dass sie die Strafverfolgung behindern oder eine Straftat begangen haben. Der Einsatz von Pfefferspray, Tränengas oder anderer Munition gegen friedliche Demonstranten ist ebenfalls untersagt.

Die Entscheidung folgt auf eine Klage von sechs Demonstranten und Beobachtern, die am 17. Dezember gegen das US-Heimatschutzministerium und andere Bundesbehörden eingereicht wurde. Drei Wochen später erschoss ein Beamter der Einwanderungsbehörde bei Protesten in Minneapolis die 37-jährige Renee Good.
17.01.2026 – 13:30 Uhr Vivian Melchert

Hunderte protestieren in Dänemark gegen Trumps Grönlandpläne

Hunderte Menschen haben am Mittag in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen gegen die Grönlandpläne von US-Präsident Donald Trump demonstriert. „Die Botschaft aus Kopenhagen ist laut und deutlich. Grönland ist keine Handelsware“, sagte Oberbürgermeisterin Sisse Marie Welling dänischen Medien zufolge.

Auf dem Rathausplatz warten etlichen Grönland- und Dänemarkfahnen zu sehen. Die riesige Arktisinsel, die Trump für die Sicherheit der USA übernehmen will, ist Teil des Königreichs Dänemarks. „Grönland steht nicht zum Verkauf“, war auf einem Schild der Demonstranten zu lesen. Auch in weiteren dänischen Städten und auch auf Grönland selbst sind heute Demonstrationen gegen die US-Politik geplant.

„Wir fordern die Achtung des Selbstbestimmungsrechts Grönlands und die Achtung des grönländischen Volkes. Dies ist nicht nur ein Kampf für Grönland, sondern auch für die ganze Welt“, hatte Poul Johannesen, Initiator der grönländischen Bürgerinitiative „Hände weg von Kalaallit Nunaat“, zur Ankündigung der Demonstration auf Grönland gesagt.
Proteste in Kopenhagen DPA
17.01.2026 – 11:32 Uhr Vivian Melchert

US-Parlamentarier stärken Grönlands Widerstand gegen Trump

Vor geplanten Demonstrationen gegen die US-Regierung in Dänemark und Grönland haben mehrere US-Parlamentarier ihre Unterstützung des Widerstands gegen Donald Trump bekräftigt. „Grönland ist Teil Dänemarks, und Dänemark ist ein Nato-Verbündeter“, sagte der demokratische Senator Chris Coons während einer Pressekonferenz in der dänischen Hauptstadt. „Meiner Meinung nach sollte damit diese Diskussion beendet sein.“

US-Präsident Trump hatte wiederholt gesagt, dass die Vereinigten Staaten das größtenteils von Eis bedeckte Grönland übernehmen wollen. Trump begründet dies mit Sicherheitsbedenken wegen einer Bedrohung durch China und Russland in der Region. Ländern, die gegen sein Vorhaben eintreten, drohte er zuletzt mit Strafzöllen.

Coons bezeichnete die Aussagen als „nicht konstruktiv“. Die derzeitige Behandlung Dänemarks könnte der Beziehung beider Länder nachhaltig schaden. Wie könne den USA vertraut werden, wenn der Nato-Verbündete Dänemark im Stich gelassen werde, fragte der den Bundesstaat Delaware vertretende Coons. Die Delegation kündigte an, mit US-Außenminister Marco Rubio Kontakt aufnehmen zu wollen.

Chris Coons Reuters
17.01.2026 – 08:56 Uhr Vivian Melchert

USA und Slowakei wollen bei Kernenergie kooperieren

Die USA und die Slowakei wollen bei der zivilen Nutzung der Atomenergie enger kooperieren, um den EU-Mitgliedstaat weniger abhängig von russischer Energie zu machen. Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico und US-Energieminister Chris Wright unterzeichneten in Washington ein entsprechendes Regierungsabkommen. 

Geplant ist unter anderem der Bau eines neuen 1200-Megawatt-Reaktorblocks am Standort Jaslovske Bohunice. Das US-Unternehmen Westinghouse Electric Company gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Auftrag, dessen Wert auf rund zehn bis fünfzehn Milliarden Euro geschätzt wird.

Die bestehenden Atomkraftwerke an den Standorten Jaslovske Bohunice und Mochovce decken mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs der Slowakei, die knapp 5,5 Millionen Einwohner hat. Sie verfügen über Druckwasserreaktoren sowjetischer beziehungsweise russischer Bauart. Gegen die teils mehr als 40 Jahre alten Anlagen protestierten in der Vergangenheit immer wieder österreichische Atomkraftgegner. 

17.01.2026 – 08:02 Uhr Alisa Swoboda

Medien: Ermittlung zu ICE-kritischen Politikern in Minnesota

Zwei für ihre scharfe Kritik an Razzien der Einwanderungsbehörde ICE im US-Bundesstaat Minnesota bekannte hochrangige Demokraten sind Berichten zufolge in den Fokus von Ermittlern des Justizministeriums geraten. Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass es Ermittlungen gegen Gouverneur Tim Walz und den Bürgermeister der Großstadt Minneapolis, Jacob Frey, gebe.

Das Justizministerium äußerte sich zunächst nicht zu den Medienberichten. CNN berichtete, es gehe bei den Ermittlungen des Justizministeriums um mögliche Behinderung der Strafverfolgung durch Bundesbehörden. 

Bürgermeister Frey schrieb in einem X-Post, in dem er auch den CNN-Bericht verlinkte, es handele sich um einen Einschüchterungsversuch. „Ich lasse mich nicht einschüchtern.“ Die Regierung habe Chaos in die Stadt gebracht. US-Justizministerin Pamela Bondi schrieb am Freitagabend bei X: „Eine Erinnerung an alle in Minnesota: Niemand steht über dem Gesetz.“ Details, worauf sie sich bezog, nannte sie nicht. 
17.01.2026 – 07:26 Uhr Alisa Swoboda

US-Luftfahrtbehörde: Vorsicht bei Flügen über Mittelamerika und Südamerika

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat Fluggesellschaften am Freitag zur Vorsicht bei Flügen über Mittelamerika und Teilen Südamerikas aufgerufen. Als Grund nannte sie die Risiken möglicher militärischer Aktivitäten und Störungen des GPS-Signals. Die Warnungen betreffen demnach Teile von Mexiko, Panama, Kolumbien und Ecuador sowie andere Gebiete in Mittelamerika und Luftraumabschnitte über dem östlichen Pazifik. Sie gelten ab sofort für 60 Tage, teilte die Behörde weiter mit.

Spannungen zwischen den USA und Regierungen der Region haben seit dem US-Militäreinsatz in Venezuela Anfang Januar zugenommen. Dabei wurde der venezolanische Präsident Maduro gefangengenommen und in die USA transportiert. Trump hatte danach die Möglichkeit weiterer Militäraktionen in der Region ins Spiel gebracht, auch gegen Kolumbien. Vergangene Woche sagte der US-Präsident, Drogenkartelle würden Mexiko regieren, und deutete an, die USA könnten zur Bekämpfung der Kartelle Ziele an Land angreifen.
17.01.2026 – 03:06 Uhr Sarah Sendner

Trump kauft Anleihen für 100 Millionen Dollar – Fragen zu Interessenkonflikten

US-Präsident Donald Trump hat von Mitte November bis Ende Dezember Anleihen im Wert von rund 100 Millionen Dollar erworben. Dies geht aus seiner jüngsten Vermögensaufstellung hervor, die am Donnerstag und Freitag veröffentlicht wurde. Darunter waren auch Unternehmensanleihen von Netflix und Warner Bros Discovery im Wert von bis zu zwei Millionen Dollar. Diese kaufte er nur wenige Wochen, nachdem die beiden Unternehmen ihre Fusion angekündigt hatten. Zudem erwarb er Papiere von Boeing, Occidental Petroleum und General Motors. Der Großteil der Käufe entfiel jedoch auf Kommunalanleihen von Städten, lokalen Schulbezirken, Versorgern und Krankenhäusern.


16.01.2026 – 22:42 Uhr Sarah Sendner

Boulevard in Florida nach Trump benannt

US-Präsident Donald Trump hat nicht nur sein prunkvolles und goldglitzerndes Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida – nun ist auch die Straße, die direkt zu dem Privatclub führt, nach ihm benannt worden. In Florida wurde bei einer Zeremonie für Trump die neue Straßen-Plakette präsentiert: „President Donald J. Trump Boulevard“.

Konkret geht es um einen Abschied des Southern Boulevard, der vom Flughafen direkt zum Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach führt. Dort hält Trump sich häufig am Wochenende auf. „Ich liebe die Menschen aus Florida“, sagte der Präsident. In dem Bundesstaat im Süden der USA genießt der Republikaner viel Rückhalt. 

16.01.2026 – 21:53 Uhr Sarah Sendner

US-Nationalgardisten bleiben noch bis Ende des Jahres in Washington

Nationalgardisten werden laut einer Mitteilung der US-Regierung noch bis Ende des Jahres in den Straßen der Hauptstadt Washington patrouillieren. Die auf Mittwoch (Ortszeit) datierte Mitteilung wurde von Heeresminister Dan Driscoll unterzeichnet und lag der Nachrichtenagentur AP vor. „Die Bedingungen der Mission“ ließen eine Verlängerung der Stationierung über Ende Februar hinaus zu, hieß es. Damit könnten die „andauernden Bemühungen“ von US-Präsident Donald Trump, „Recht und Ordnung wiederherzustellen“, weiter unterstützt werden, stand in der Mitteilung.

Derzeit befinden sich rund 2.400 Nationalgardisten in Washington – etwa 700 davon aus dem Hauptstadtbezirk District of Columbia und die anderen aus elf US-Bundesstaaten, die von Republikanern regiert werden, darunter Indiana, South Carolina, Alabama und Oklahoma.

16.01.2026 – 20:02 Uhr Anna Lena Stahl

Trump: Derzeit kein Grund für Militäreinsatz in Minneapolis

US-Präsident Donald Trump sieht derzeit keinen Grund, im Bundesstaat Minnesota nach Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Bundesbeamten das Militär einzusetzen. Erst am Donnerstag hatte Trump damit auf Basis des mehr als 200 Jahre alten Gesetzes Insurrection Act gedroht. Vor Journalisten am Weißen Haus bekräftigte Trump abermals, dass er bei Bedarf auf das Gesetz zurückgreifen würde. „Ich denke nicht, dass es derzeit irgendeinen Grund gibt, es zu nutzen“, schränkte er zugleich ein. 

Das Gesetz erlaubt dem US-Präsidenten im Ausnahmefall, das Militär im Inland einzusetzen, um Aufstände niederzuschlagen und sich an Strafverfolgungsmaßnahmen zu beteiligen. Unter normalen Umständen ist das in den USA nicht erlaubt.
16.01.2026 – 20:23 Uhr Marc Renner
16.01.2026 – 19:31 Uhr Anna Lena Stahl

US-Gericht hebt Baustopp für Dominion-Windpark auf – Dritte Schlappe für Trump

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat bei ihrem Vorgehen gegen die Windenergie die dritte juristische Niederlage innerhalb einer Woche erlitten. Ein Bundesrichter in Virginia erlaubte dem US-Versorger Dominion Energy am Freitag die Wiederaufnahme der Arbeiten an einem Projekt für einen Offshore-Windpark vor der Küste des Bundesstaates. Damit hob Bundesbezirksrichter Jamar Walker eine Anordnung auf, den Bau aus Sicherheitsgründen ruhen zu lassen. Eine Stellungnahme der Regierung in Washington lag zunächst nicht vor.

Dominion hat bereits fast neun Milliarden Dollar in das Projekt Coastal Virginia Offshore Wind investiert. Es soll künftig 600.000 Haushalte mit Strom versorgen. Am Donnerstag hatte ein anderes US-Gericht dem norwegischen Konzern Equinor gestattet, sein Projekt „Empire Wind“ vor New York fortzusetzen. Am Montag war das dänische Unternehmen Orsted mit einer Klage gegen den Baustopp für seinen Offshore-Windpark „Revolution Wind“ erfolgreich.
16.01.2026 – 19:04 Uhr Anna Lena Stahl

Merz: USA betreiben nur noch reine Macht- und Interessenpolitik

Kanzler Friedrich Merz zeigt sich zunehmend desillusioniert über die Politik von US-Präsident Donald Trump und fordert ein selbstbewussteres Auftreten der Europäer. „Wir erleben, dass unser wichtigster Verbündeter auf der Welt und das sind bis heute die Vereinigten Staaten von Amerika, sich abwendet von einer regelbasierten Ordnung“, sagte Merz am Freitag auf einer CDU-Wahlveranstaltung im baden-württembergischen Heddesheim. Statt sich am Völkerrecht zu orientieren, gehe die Entwicklung der US-Politik „hin zu einer reinen Macht- und interessengeleiteten Politik“.

Merz setzt zudem offenbar nicht mehr auf Änderungen bei Trump. Diesen könne man kritisieren. „Aber was nutzt Kritik, wenn derjenige, dem sie gilt, darauf nicht reagiert, sondern das, was er tut, für richtig hält“, sagte der Kanzler. Wenn Trump seine Politik einfach fortsetze, dürfe man nicht den „Kopf in den Sand stecken und sagen, wir fügen uns dem allen“. 
16.01.2026 – 18:36 Uhr Anna Lena Stahl

Trump will Ex-Gouverneurin von Puerto Rico begnadigen

US-Präsident Donald Trump will nach Informationen der Nachrichtenagentur AP die frühere Gouverneurin des US-Außengebiets Puerto Rico, Wanda Vázquez, begnadigen. Die Vorwürfe gegen die Republikanerin seien aus Trumps Sicht politisch motiviert gewesen, verlautete am Freitag aus dem Weißen Haus. Denn die Ermittlungen gegen sie hätten begonnen, kurz nachdem sie 2020 öffentlich ihre Unterstützung für Trumps zweite Kandidatur für das Präsidentenamt bekundet habe.

Vázquez hatte sich im vergangenen August schuldig bekannt, gegen ein Gesetz zur Wahlkampffinanzierung verstoßen zu haben, indem sie eine Spende eines Ausländers angenommen habe. Zuvor war ihr von den Ermittlern vorgeworfen worden, sie habe Schmiergeld angenommen. Diese Anschuldigung, die bis zu 20 Jahre Haft nach sich ziehen hätte können, wurde aber dann wieder fallen gelassen.
16.01.2026 – 17:32 Uhr Anna Lena Stahl

Botschaft an USA: Mexikos Präsidentin lobt Erfolge gegen Kartelle

Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat versichert, dass ihr Land erfolgreich gegen Drogenkartelle und Migration in Richtung USA vorgehe. Es seien „sehr überzeugende Ergebnisse“ zu erkennen, sagte Sheinbaum am Freitag angesichts von Vorwürfen der USA, sie bekomme die Drogenbanden nicht in den Griff.

US-Präsident Donald Trump hatte nach dem Einsatz gegen Venezuela gedroht, dass US-Truppen im Kampf gegen Drogenkartelle auch auf mexikanischem Territorium eingesetzt werden könnten. Die militärische Operation der Trump-Regierung gegen den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro Anfang Januar hat Sorgen hervorgerufen, US-Soldaten könnten bald andere Länder angreifen, vor allem Mexiko und Kuba.
16.01.2026 – 16:44 Uhr Anna Lena Stahl

US-Senatorin: Grönland als Verbündeter, nicht als Besitz

Mehrere US-Parlamentarier haben bei einer Reise nach Dänemark die Ansprüche von US-Präsident Donald Trump auf Grönland kritisiert. „Grönland sollte als Verbündeter gesehen werden, nicht als Besitz“, sagte die republikanische US-Senatorin Lisa Murkowski bei einer Pressekonferenz im dänischen Parlamentsgebäude in Kopenhagen.

Zuvor hatten Murkowski, weitere Senatoren und Mitglieder des US-Repräsentantenhauses sich mit Parlamentariern aus Dänemark und Grönland getroffen. Auch ein Treffen mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen stand auf dem Programm der Delegation.
16.01.2026 – 16:08 Uhr Anna Lena Stahl

Trump droht im Streit um Grönland mit Zöllen

US-Präsident Donald Trump hat im Streit um Grönland mit der Verhängung von Zöllen gedroht. „Ich werde möglicherweise einen Zoll gegen Staaten verhängen, die bei Grönland nicht mitziehen, denn wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit“, sagte er am Freitag im Weißen Haus bei einer Veranstaltung zur Gesundheitspolitik. Trump hat wiederholt erklärt, dass er Grönland in die USA einverleiben möchte und schließt auch einen Militäreinsatz nicht aus. Die an Rohstoffen reiche Insel ist ein autonomer Teil Dänemarks und gehört damit zur Nato. Deutschland hat auf Bitten Dänemarks gemeinsam mit anderen Nationen Soldaten nach Grönland entsandt.
16.01.2026 – 15:20 Uhr Anna Lena Stahl

Machado überreicht Trump ihre Nobelpreis-Medaille

16.01.2026 – 14:28 Uhr Anna Lena Stahl

Viele Anhänger enttäuscht von Trumps Wirtschaftsbilanz

Etwa ein Jahr nach dem Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump haben sich die Erwartungen vieler Anhänger an die Wirtschaftspolitik des Republikaners nur bedingt erfüllt. Wie aus einer aktuellen Umfrage der Nachrichtenagentur AP und des Forschungszentrums Norc hervorgeht, gibt es eine deutliche Diskrepanz zwischen den wirtschaftspolitischen Leistungen, die die US-Bürger Trump für seine erste Amtszeit attestierten, und dem, was er aus ihrer Sicht in seiner zweiten Amtszeit bislang eingelöst hat.

Nur 16 Prozent der Republikaner sind der Erhebung zufolge der Ansicht, dass Trump stark dazu beigetragen hat, die Krise der Lebenshaltungskosten anzugehen. Im April 2024 hatte dieser Wert noch bei 49 Prozent gelegen, als die AP und Norc den US-Bürgern in einer Umfrage dieselbe Frage stellten.
16.01.2026 – 14:18 Uhr Sophia Ulrich

Rom spricht bei Grönland-Erkundungsmission von 'Witz'

Das Nato-Gründungsmitglied Italien will keine Soldaten für eine Erkundungsmission mit anderen europäischen Partnerstaaten in Grönland abstellen. Verteidigungsminister Guido Crosetto sprach in Zusammenhang mit entsprechenden Überlegungen mehrerer Partner in Rom von einem „Witz“. 

Zugleich stellte die rechte Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni eine eigene Arktis-Strategie vor. US-Präsident Donald Trump hat deutlich gemacht, dass er die zu Dänemark gehörende Insel Grönland den Vereinigten Staaten einverleiben will.
16.01.2026 – 14:13 Uhr Anna Lena Stahl

Kandidat für Fed-Chefposten spielt US-Ermittlungen gegen Powell herunter

Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, hat die strafrechtlichen Ermittlungen gegen US-Notenbankchef Jerome Powell heruntergespielt. Er erwarte keine neuen Erkenntnisse, sagte der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats am Freitag dem Sender Fox Business Network. Die Untersuchung der Fed sei lediglich eine Informationsanfrage: „Ich bin sicher, die Informationen werden in Kürze vorliegen, und dann wird es weitergehen.“

Hassett ist einer der Kandidaten im Rennen um den Chefposten der Fed, der nach dem Ende von Powells Amtszeit im Mai frei wird. Das Justizministerium hat gegen Powell wegen Kostenüberschreitungen bei einem 2,5 Milliarden Dollar teuren Renovierungsprojekt am Sitz der Fed in Washington Ermittlungen eingeleitet.
16.01.2026 – 11:06 Uhr Lara Dehari

Designierter US-Botschafter witzelt über Island als US-Staat

In Island gibt es Ärger nach einer angeblich scherzhaften Äußerung des designierten US-Botschafters Billy Long, die Insel im Nordatlantik könne ein US-Bundesstaat werden. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten, bat das Außenministerium Islands die dortige US-Botschaft um eine Klarstellung.


Zuvor hatte das Nachrichtenportal „Politico“ berichtet, dass der von US-Präsident Donald Trump als Botschafter nominierte ehemalige republikanische Kongressabgeordnete gewitzelt habe, Island könne der 52. US-Bundesstaat werden – und er selbst dessen Gouverneur. Long entschuldigte sich später für seine Äußerung. Er betonte demnach, dass es sich um einen Scherz gehandelt habe. „Wenn sich jemand dadurch beleidigt gefühlt hat, entschuldige ich mich.“

16.01.2026 – 10:46 Uhr Lukas Bay

US-Parlamentarier sichern Dänemark nach Grönland-Drohungen Unterstützung zu

Eine überparteiliche Delegation von US-Parlamentariern will Dänemark und Grönland angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump die Unterstützung des Kongresses zusichern. Die elfköpfige Delegation unter Leitung des demokratischen Senators Chris Coons sollte am Freitag in Kopenhagen mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen und ihrem grönländischen Amtskollegen Jens-Frederik Nielsen zusammentreffen. 

„In einer Zeit zunehmender internationaler Instabilität müssen wir uns unseren Verbündeten annähern und sie nicht vergraulen“, erklärte Senator Coons Anfang der Woche. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen sagte, die Rhetorik zu einer Übernahme Grönlands untergrabe die Nato und spiele Russland und China in die Hände. „Ich weiß, dass es hier in Dänemark und in Grönland echte, tiefe Besorgnis gibt“, sagte sie. „Aber ich glaube, dass sich vernünftigere Köpfe durchsetzen werden.“ Der Delegation gehören zwar überwiegend Demokraten an, aber auch die republikanischen Senatoren Thom Tillis und Lisa Murkowski sind dabei.
16.01.2026 – 10:35 Uhr Lukas Bay

Russland: Betrachten Grönland als dänisches Territorium

Russland betrachtet Grönland als dänisches Territorium. Die Sicherheitslage rund um die Insel sei aus Sicht des Völkerrechts „außergewöhnlich“, erklärte das Präsidialamt in Moskau am Freitag zudem. Die russische Regierung hatte es Anfang der Woche für inakzeptabel erklärt, dass der Westen behaupte, Russland und China bedrohten Grönland. 

Die Krise um das Gebiet zeige die Doppelmoral der westlichen Mächte, die eine moralische Überlegenheit für sich beanspruchten, erklärte der Kreml weiter. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, die USA müssten Grönland für die eigene Sicherheit besitzen. Die Insel hätten auch Russland und China im Visier. Grönland ist ein autonomer Teil des Nato-Partners Dänemark.
HB
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