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ChinaChina stützt die Industrie – in Erwartung neuer Zölle

Der Einkaufsmanagerindex steigt im März auf 50,5 Punkte. Trotz neuer US-Zölle hält Peking an seinem Wachstumsziel von rund fünf Prozent fest und setzt auf wirtschaftliche Anreize.Martin Benninghoff 31.03.2025 - 06:35 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Industrieproduktion: Arbeiter montieren Lautsprecher in einer Elektronikfabrik in Linquan in Zentralchina. Foto: Future Publishing/Getty Images

Shanghai. Das verarbeitende Gewerbe in China ist im März so schnell gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr. Offiziellen chinesischen Daten zufolge lag der Einkaufsmanagerindex (PMI) im März bei 50,5 und damit erneut über der wichtigen 50er-Marke, die Wachstum von schrumpfender Tendenz trennt. Dies ist der höchste PMI-Wert seit März 2024, wie die Behörde am Montagmorgen bekannt gab.

Im Februar hatte der PMI noch bei 50,2 gelegen. Der PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe, der Dienstleistungen und das Baugewerbe umfasst, stieg von 50,4 auf 50,8.

Die Zahlen stehen in diesen Tagen unter besonderer Beobachtung. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump droht mit weiteren Zöllen auf chinesische Produkte, die Regierung in Peking hat für den Fall Gegenmaßnahmen angekündigt.

Trump hatte bereits zu Beginn seiner Amtszeit im Januar Zölle in Höhe von 20 Prozent auf chinesische Importe verhängt. Zudem wollen die USA in dieser Woche eine Prüfung des Phase-eins-Handelsabkommens abschließen. Das Abkommen hatte zwischenzeitlich etwas Entspannung in den Handelskrieg zwischen den USA und China gebracht und stammt noch aus Trumps erster Amtszeit.

Der Export ist ein wichtiger Motor für Chinas Wachstum. Trotz der neuen Zölle belässt die zweitgrößte Volkswirtschaft ihr Wachstumsziel für dieses Jahr unverändert bei „rund fünf Prozent“, wie die Regierung Anfang März bei der Tagung des Volkskongresses in Peking angekündigt hatte.

Treffen mit internationalen Investoren

Die Volksrepublik bereitet sich darauf vor, die Wirtschaft stärker zu unterstützen, sollte das nötig sein. Peking hat zur Ankurbelung der Binnennachfrage und zur Abfederung der Auswirkungen des Handelskriegs zusätzliche Maßnahmen angekündigt: zusätzliche fiskalische Anreize, eine Ausweitung der Emission von Schuldtiteln und eine weitere Lockerung der Geldpolitik.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping traf sich am Freitag vergangener Woche mit den Vorstandsvorsitzenden weltweit führender Unternehmen in der Großen Halle des Volkes in Peking. Darunter waren Thyssen-Krupp-Chef Miguel Angel López Borrego, der Vorstandsvorsitzende von Mercedes, Ola Källenius, Siemens-Chef Roland Busch, BMW-Chef Oliver Zipse, Christian Hartel von Wacker Chemie und der Vorstandsvorsitzende von Schaeffler, Klaus Rosenfeld.

Das Treffen mit den internationalen Investoren war auch als Gegenpunkt zur protektionistischen US-amerikanischen Zollpolitik der Regierung unter Präsident Trump zu verstehen. Xi forderte bei der Gelegenheit die Staatenwelt auf, sich dem wachsenden Protektionismus zu widersetzen. Chinas Premierminister Li Qiang hatte schon einige Tage zuvor erklärt, dass sein Land auf „Schocks“ vorbereitet sei.

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Wie sich der Handelskrieg zwischen den USA und China entwickelt, lässt sich nur schwer abschätzen. Jüngst soll Trump laut dem US-Sender „NBC“ damit gedroht haben, die Käufer russischen Öls mit Strafzöllen zu belegen. Das dürfte nicht nur Russlands Export und Deviseneinnahmen treffen, sondern auch die zwei asiatischen Großmächte Indien und China. Sie zählen zu den Großabnehmern russischen Öls. Auch darauf muss sich die Volksrepublik vorbereiten.

Mit Agenturmaterial

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