Handelskonflikt: USA setzen die Strafzölle gegen Mexiko und Kanada vorerst weitgehend aus
Trump teilte auf der Online-Plattform Truth Social mit, für alle Einfuhren aus Mexiko und Kanada, die unter das nordamerikanische Freihandelsabkommen USMCA fielen, sollten bis zum 2. April keine Strafabgaben gelten. Das United States-Mexico-Canada Agreement ist ein Freihandelsabkommen, das die drei Länder während Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021) unterzeichnet hatten.
Trump schrieb nun, er habe mit Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum telefoniert. Er habe den Aufschub aus „Respekt und Entgegenkommen“ gewährt. Die Beziehung zu Mexiko sei gut, erklärte der Republikaner. Man arbeite nun gemeinsam hart daran, Migranten am illegalen Grenzübertritt in die Vereinigten Staaten zu hindern und den Schmuggel mit der chemischen Droge Fentanyl zu stoppen. Beide Punkte hat Trump Mexiko wiederholt vorgeworfen und als Grund für die Verhängung von Zöllen genannt.
Auch gegenüber Kanada fordert Trump immer wieder, die Einfuhr von Fentanyl zu stoppen. Daten der US-Zollbehörde zeigen, dass 2024 etwa 43 Pfund der Droge an der Grenze zu Kanada beschlagnahmt wurden, mehr als 21.000 Pfund an der Grenze zu Mexiko. An einer Überdosis Fentanyl sind im Jahr 2023 rund 75.000 US-Amerikaner gestorben.