Handelskrieg: Trump streicht Doppelzölle für die Autobranche
Brüssel, Düsseldorf. US-Präsident Donald Trump hat nach den jüngsten Gesprächen mit Autoherstellern Maßnahmen beschlossen, um die Belastung durch Sonderzölle auf importierte Autos und Autoteile etwas abzumildern. Ein entsprechendes Dekret unterzeichnete er am Dienstag an Bord der Air Force One auf dem Weg in den Bundesstaat Michigan.
Demnach sollen importierte Autos von zusätzlichen Zöllen auf Aluminium und Stahl ausgenommen werden – ein Versuch, mehrere Abgaben zu vermeiden, die sich andernfalls summiert hätten.
„Ich habe nun festgestellt, dass – soweit sich diese Zölle auf denselben Artikel beziehen – sie nicht kumulativ wirken sollten“, heißt es in der Anordnung von Trump. Der daraus resultierende „gestapelte“ Zollsatz wäre höher als nötig, um das angestrebte politische Ziel zu erreichen, heißt es weiter.
Autobauer können außerdem für einen Teil der Kosten ihrer importierten Bauteile eine Zollentlastung erhalten, wobei diese Vorteile in den nächsten zwei Jahren schrittweise auslaufen werden. Die Rückerstattung könne laut „Wall Street Journal“ im ersten Jahr bis zu 3,75 Prozent des Fahrzeugwerts betragen, werde dann über zwei Jahre hinweg sukzessiv abgeschafft.