Israel lehnt US-Personalvorstellung für Gaza-Exekutivkomitee ab
Israel hat gegen die von den USA genannte Zusammensetzung eines Gremiums für den Gazastreifen protestiert. Das sogenannte Exekutivkomitee sei nicht mit Israel abgestimmt und laufe seiner Politik zuwider, erklärte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Samstag. Einzelheiten wurden nicht genannt. Netanjahu habe das Außenministerium angewiesen, US-Außenminister Marco Rubio zu kontaktieren, hieß es.
Wenige Minuten nach der Erklärung aus Netanjahus Büro stellte sich der rechtsextreme Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hinter den Regierungschef und forderte ihn auf, das Militär anzuweisen, sich auf einen erneuten Krieg vorzubereiten.
Der Exekutivausschuss soll nach Angaben des Weißen Hauses die Vision des „Friedensrats“ (Board of Peace) umsetzen, den US-Präsident Donald Trump leiten will. Zu den Mitgliedern des Exekutivkomitees gehören Rubio, Trumps Gesandter Steve Witkoff, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der ehemalige britische Premierminister Tony Blair, der Chef des Privat-Equity-Unternehmens Apollo Global Management, Marc Rowan, Weltbankpräsident Ajay Banga und Trumps stellvertretender Sicherheitsberater Robert Gabriel. Der Ex-UN-Nahost-Gesandte, der Bulgare, Nikolaj Mladenow, soll als Repräsentant des Exekutivkomitees das Tagesgeschäft überwachen.