Klimawandel: Amerikas Westen verdorrt – und die Tech-Giganten finden keine Antworten
Das größte künstliche Wasserreservoir der USA trocknet aus. Die Folgen sind verheerend.
Foto: APSan Francisco. Während das Wasser weicht, kommen geheimnisvolle Dinge zum Vorschein. Gesunkene Schiffe etwa – oder ein Fass mit dem Skelett eines Mannes. Er war vor Jahrzehnten von der Mafia in Las Vegas ermordet und in den Stausee gestoßen worden. Lake Mead ist Touristenattraktion und Lebensspender, aber jetzt ist er vor allem eines: Symptom eines Klimas, das verrücktspielt.
Seit Jahren brennt die Sonne unbarmherzig auf das Gewässer an der Grenze der US-Bundesstaaten Arizona und Nevada. Es hat lange nicht mehr geregnet in der Region, sie verdorrt. Der Wasserspiegel hinter dem mächtigen Hoover-Damm sinkt und sinkt, bisher schon um 57 Meter. Das hat es noch nie gegeben in der 80-jährigen Geschichte des größten von Menschen erschaffenen Wasserreservoirs Amerikas.
Die Jahrtausenddürre im Westen der USA nimmt apokalyptische Züge an. Während US-Präsident Joe Biden derzeit den Klimanotstand ausruft und für seine umweltpolitischen Ziele kämpft, debattiert das Land über die Verantwortung der Unternehmen: Welche Konzepte sind jetzt notwendig, damit die Supermacht nicht dehydriert? Welche Techniken braucht es, damit das Leben im weiteren Verlauf des 21. Jahrhunderts nicht zur Hölle wird? Wer liefert die Werkzeuge dafür, dass Amerika diese epochale Krise überlebt? Und wer versagt bei der Lösungssuche?