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Libyen-Konflikt Türkischer Außenminister erhebt schwere Vorwürfe gegen Frankreich

Die Spannungen zwischen den beiden Ländern hatten sich vor dem Libyen-Krieg verschärft. Nun fordert Mevlüt Cavusoglu eine Entschuldigung von Frankreich.
02.07.2020 - 13:02 Uhr Kommentieren
Der türkische Außenminister warf er der Regierung in Paris libyschen General Chalifa Haftar mit Waffen zu unterstützen. Quelle: dpa
Mevlüt Cavusoglu

Der türkische Außenminister warf er der Regierung in Paris libyschen General Chalifa Haftar mit Waffen zu unterstützen.

(Foto: dpa)

Berlin Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat im Libyen-Konflikt schwere Vorwürfe gegen Frankreich erhoben. Zum einen warf er der Regierung in Paris nach einem Treffen mit Außenminister Heiko Maas in Berlin am Donnerstag vor, den abtrünnigen libyschen General Chalifa Haftar mit Waffen zu unterstützen.

Zum anderen sage die französische Regierung die Unwahrheit über einen Zwischenfall, bei dem am 10. Juni ein türkisches Kriegsschiff mehrfach sein Feuerleitradar auf eine französische Fregatte gerichtet haben soll. Dies sei nicht der Fall gewesen, sagte Cavusoglu. „Wir erwarten eine bedingungslose Entschuldigung von Frankreich.“

Die Spannungen zwischen beiden Nato-Partnern hatten sich vor allem im Libyen-Krieg verschärft, in dem Ankara die Regierung in Tripolis unterstützt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montag Vorwürfe einer Unterstützung Haftars zurückgewiesen und die Türkei beschuldigt, am stärksten gegen das von der UN verhängte Waffenembargo zu verstoßen. Der türkische Außenminister rechtfertigte dies nun damit, dass sein Land die legitime Regierung Libyens unterstütze.

Auf die Frage, ob Deutschland sich hinter Forderungen des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian nach EU-Sanktionen wegen des Vorfalls mit den Marineschiffen stelle, sagte Maas nur, dass der Vorfall aufgeklärt werden müsse. Man brauche konstruktive Gespräche mit der Türkei, mit der zusammen man eine ganze Reihe von Problemen lösen müsse. Er verwies auf die Lage in Libyen und Syrien sowie auf Fragen der Migration.

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    Bei dem Zwischenfall am 10. Juni ging es offenbar darum, dass ein französisches Marineschiff einen Frachter kontrollieren wollte, der im Verdacht stand, Waffen nach Libyen zu schmuggeln. Daraufhin soll ein türkisches Kriegsschiff sein Feuerleitradar aktiviert haben. Die Nato hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

    Mehr: In Nordafrika verhärten sich die Fronten. Jetzt schalten sich Deutschland, Frankreich und Italien ein – doch für ein wirksames Eingreifen könnte es längst zu spät sein.

    • rtr
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