Nach Schock-Rede: Drei Dinge, die man über J. D. Vances Brandmauer-Attacke wissen muss
Washington. War es ein Affront, eine kalkulierte Provokation – oder einfach nur Klartext? Donald Trumps Vizepräsident J. D. Vance hat sich am Freitagnachmittag auf der Münchner Sicherheitskonferenz in die europäische Innenpolitik eingeschaltet.
Die größte Bedrohung für Europa, argumentierte er in seiner ersten Rede als Vizepräsident auf internationaler Bühne, bestehe nicht in einer militärischen Aggression durch Russland oder China. Sondern in der Unterdrückung der Meinungsfreiheit durch die EU-Staaten selbst – einschließlich der Bemühungen, rechtsextreme Parteien von Regierungen fernzuhalten.
Eigentlich hatte das Publikum erwartet, dass Vance die Prioritäten für das transatlantische Bündnis, die Nato und den Ukrainekrieg darlegen würde. Stattdessen hielt Vance einen Vortrag über das, was er als „Versagen“ des europäischen Kontinents bezeichnete, demokratischen Idealen gerecht zu werden.
„Es gibt keinen Platz für Brandmauern“, sagte Vance an einer Stelle wörtlich – im Englischen nutzte er den gängigen Begriff „firewall“, und fügte hinzu: „Wenn Sie aus Angst vor Ihren eigenen Wählern weglaufen, kann Amerika nichts für Sie tun.“