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  4. Wie Russlands Krieg die Energiemärkte ins Chaos stürzt

Rohstoff-KriseProduktionsstopps und Versorgungslücken: So treibt der Krieg die Wirtschaft in die Krise

Der Weltwirtschaft droht ein Einbruch wie zuletzt 2008 – nur, dass dieses Mal vor allem auch die Realwirtschaft leidet. Besonders betroffen ist Deutschland.Jens Münchrath, Astrid Dörner, Katharina Kort, Jakob Blume, Kathrin Witsch, Gregor Waschinski, Martin Greive, Julian Olk, Franz Hubik, Catiana Krapp, Moritz Koch, Sven Prange und Klaus Stratmann und Mathias Brüggmann 11.03.2022 - 09:00 Uhr Artikel anhören

Große Industrienationen sind abhängig von russischen Öl- und Gaslieferungen.

(Foto: Smetek)

Foto: Handelsblatt
  • Der Russland-Krieg und die damit verbundenen Sanktionen machen Energie knapp und teuer. Kein Land war so abhängig von Russland wie Deutschland. Welche Folgen hat das für Politik, Verbraucher und Wirtschaft?
  • Weil Russland nicht mehr liefern soll, rücken nun andere Länder mit Energierohstoffen in den Fokus: Die arabische Halbinsel, Venezuela und Co. Was können sie leisten und wie verschieben sich die Machtverhältnisse.
  • Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff sagt , egal wann dieser Krieg endet, eine „empfindliche Schwächung des Wachstums“ sei sicher. „Wir erleben eine Zäsur in der Weltwirtschaft – der stagflationäre Impuls ist längst da.“

Düsseldorf. Es sind drei Szenen aus dieser Woche, die die ganze Ausweglosigkeit des Ukrainekriegs in diesen Tagen zeigen. Da ist einmal das türkische Antalya am Donnerstag. Verhandlungstische stehen in Hufeisenform um ein Gedeck aus Blumen.

Rechts die russische, links die ukrainische Delegation, dazwischen in der Rolle des Vermittlers die türkischen Gastgeber. Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine sitzen sich am Donnerstag die Außenminister der Kriegsparteien gegenüber. Die Gespräche in der Türkei galten als Hoffnungszeichen. Doch sie scheitern schon nach wenigen Stunden.

Keine Waffenruhe, nicht einmal eine Verständigung auf die Rettung von Zivilisten aus der seit Tagen von Russland bombardierten Hafenstadt Mariupol gelingt. Russlands Forderungen kämen einer Kapitulation gleich, sagt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba nach dem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

Zwei Tage früher, anderer Ort. In Washington sitzt CIA-Chef William Burns, der vielleicht beste Kenner Russlands, den der Westen zu bieten hat, bei einer Anhörung im US-Kongress: Wladimir Putin habe mit einer schnellen Eroberung gerechnet, nun sei der Kremlherrscher „wütend und frustriert“, doch statt sich seine Fehlkalkulation einzugestehen, werde Putin den Einsatz wohl erhöhen.

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