Signal-Gate: Sicherheitsleck im Chat könnte Trump-Berater Waltz Job kosten
Berlin. Ein US-Journalist ist von hochrangigen Regierungsmitgliedern versehentlich in eine vertrauliche Chatgruppe zu den Angriffen auf die radikal-islamische Huthi-Miliz einbezogen worden. Was nach dem Aufhänger für einen schlechten Agententhriller klingt, ist bei der US-Regierung allerdings Realität.
Die verschlüsselte Gruppe auf der Messenger-App Signal mit US-Vizepräsident J.D. Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth habe den Namen „Houthi PC small group“ getragen, berichtete der Chefredakteur von „The Atlantic“, Jeffrey Goldberg, selbst am Montag von seinem Erlebnis.
Er habe am 13. März eine Einladung in die Chatgruppe vom Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz erhalten. In der Gruppe habe Waltz seinen Stellvertreter Alex Wong damit beauftragt, ein Team zur Koordinierung von US-Aktionen gegen die Huthis einzurichten. In dem Chat wurden in den Tagen darauf die Schläge gegen die jemenitische Huthi-Miliz teilweise detailliert diskutiert.
Der Aufschrei in den USA ist dementsprechend groß, denn normalerweise dürfen militärische Vorgänge nur in eigens dafür vorgesehen, sicheren Plattformen diskutiert werden. Das Weiße Haus bestätigte am Montag den Vorfall. Ansonsten versuchten die Beteiligten ihn aber herunterzuspielen. Hegseth griff den Journalisten Goldberg an, Trump erklärte er habe von dem Vorfall nichts gewusst.