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Simone MenneUSA-Expertin sieht deutsche Firmen vor heiklen Entscheidungen

Die Multi-Aufsichtsrätin und frühere Top-Managerin erklärt Donald Trumps Pläne, sein wichtigstes Druckmittel gegenüber Europa und warum sie trotzdem an Deutschland glaubt.Kirsten Ludowig, Moritz Koch 08.11.2024 - 11:00 Uhr Artikel anhören
Simone Menne, Präsidentin der AmCham Germany, warnt vor dem Druck Donald Trumps auf Europa. Foto: picture alliance / SZ Photo

Berlin, Düsseldorf. Simone Menne ist seit Juni 2021 Präsidentin der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) und setzt sich als solche „für gute Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA ein“.

Frau Menne, Donald Trump hat angekündigt, die Zölle auf Importe auf zehn oder 20 Prozent erhöhen zu wollen. Droht er nur oder nehmen Sie ihn beim Wort?
Natürlich muss die deutsche Wirtschaft mit diesem Szenario rechnen und sich auf höhere Zölle einstellen. Es wäre dumm, es nicht zu tun. Die Frage ist, welche Güter es treffen wird und auch wie hoch die Zölle auf chinesische Waren sein werden.

Mit Blick auf China hat Trump von bis zu 60 Prozent gesprochen.
Das wiederum könnte sogar dazu führen, dass deutsche Unternehmen mit ihren Waren in den USA wettbewerbsfähiger wären als chinesische Unternehmen und Vorteile hätten.

Vita Simone Menne
Simone Menne ist Aufsichtsrätin bei Henkel und Siemens Energy sowie beim US-Mischkonzern Johnson Controls International und dem Headhunter Russell Reynolds Associates mit Hauptsitz in New York. Zudem ist die 64-Jährige Präsidentin der amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany).
27 Jahre lang arbeitete Simone Menne für die Lufthansa, zuletzt als Finanzvorständin. Sie war die erste Frau auf dem Posten in einem Dax-Konzern. Im Sommer 2016 wechselte sie als CFO zum Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim. Doch es war ein kurzes Gastspiel. Ende 2017 verließ sie die Unternehmensleitung wieder. Zwischen Boehringer-Chef Hubertus von Baumbach und ihr habe es persönlich einfach nicht gepasst, sagt sie.

Droht uns ein entfesselter Trump oder einer, der durch den Kongress diszipliniert wird?
Ich habe mit verschiedenen Republikanern gesprochen, die durchaus differenzierte Positionen vertreten. Auch die republikanisch geführten Bundesstaaten achten darauf, dass die Belastungen für ihre Bürgerinnen und Bürger nicht steigen – und Zollerhöhungen würden die Waren in den USA zwangsläufig teurer machen. Wir haben ja gerade bei den US-Wahlen gesehen, dass viele beim Thema Inflation sehr sensibel sind.

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