Ukraine-Krieg: „Ein Stopp der Waffenlieferungen heißt mehr Krieg“
Berlin. Die Nachricht hatte sich angekündigt, dennoch war sie ein Schock für die Ukraine: Die US-Regierung hat Munitionslieferungen gestoppt und schwächt damit die ukrainische Flugabwehr. Russland nutzt die Gelegenheit und greift mit gewaltigen Drohnenschwärmen an.
Umso mehr kommt es jetzt auf das vereinte Europa an. Der französische Europaminister Benjamin Haddad erläutert im Handelsblatt-Interview, was zu tun ist. „Die militärische Unterstützung darf nicht nachlassen“, sagt er und spricht sich für eine enge Kooperation mit ukrainischen Waffenherstellern aus. „In der Ukraine gibt es enorme Innovationskraft, etwa bei Drohnentechnologie.“
Im Handelsstreit mit US-Präsident Donald Trump warnt Haddad vor Zugeständnissen. „Ein schlechter Deal wäre gefährlich.“ Die EU sei kein schwacher Partner. „Wenn die USA asymmetrische Zölle einführen, etwa auf Stahl oder Aluminium, müssen wir mit Gegenmaßnahmen reagieren.“