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Umfrage „Sehr gutes wirtschaftliches Umfeld“: Deutsche Unternehmen in den USA sind optimistisch

Die deutschen Unternehmen in den USA rechnen mit weiterem Wachstum und freuen sich über hohe Gewinnmargen. Nur bei den Investitionen werden sie etwas vorsichtiger.
29.01.2020 - 16:56 Uhr Kommentieren
Nicht nur Autofirmen wie BMW, Mercedes und Volkswagen betreiben eigene Fabriken in den USA. Quelle: Reuters
BMW-Werk in den USA

Nicht nur Autofirmen wie BMW, Mercedes und Volkswagen betreiben eigene Fabriken in den USA.

(Foto: Reuters)

New York Trotz Handelskrieg und transatlantischen Spannungen könnte die Stimmung bei den deutschen Unternehmen in den USA kaum besser sein. Laut einer Umfrage der deutsch-amerikanischen Handelskammern und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zur Stimmung der deutschen Unternehmen in den USA rechnen 96 Prozent der Befragten mit weiterem Wachstum in diesem Jahr. Vor einem Jahr waren es noch 91 Prozent. Grund für den Optimismus der US-Töchter der deutschen Unternehmen ist vor allem die brummende Konjunktur in den Vereinigten Staaten.

„Das wirtschaftliche Umfeld in den USA ist weiterhin sehr gut“, stellt der Präsident der deutsch-amerikanischen Kammer Dietmar Rieg fest. Grund dafür sei sowohl die Steuerreform als auch die Deregulierung, meint der Chairman der Kammer Andreas Fibig, der den Duftkonzern IFF als CEO leitet. „Wir haben in Washington eine Regierung, die unternehmensfreundlich agiert“, erklärt er. „Auch in Deutschland sollte man mal über eine Unternehmenssteuerreform nachdenken“, ergänzt er mit Blick auf sein Heimatland.

Die Gewinnmargen in den USA sind hoch: Mehr als die Hälfte der Unternehmen geben in der Studie an, dass sie nach Steuern mehr als sechs Prozent des Umsatzes verdienen. Bei einem Viertel liegt die Netto-Gewinnmarge sogar bei mehr als zehn Prozent. „Das sind auch deutlich höhere Margen als in China“, bemerkt der Autor der Studie Andreas Glunz, der das internationale Geschäft bei KPMG in Deutschland verantwortet.

Nur bei den Investitionen werden die Unternehmen langsam etwas vorsichtiger. Zwar wollen auch in diesem Jahr 85 Prozent der Befragten weiter in den USA investieren. Doch diesmal sind es nur 21 Prozent, die mehr als zehn Millionen in den kommenden drei Jahren investieren wollen. Das ist deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Fast die Hälfte will sogar weniger als eine Million Dollar oder gar nichts investieren. Als Hauptgrund für die US-Investitionen nennen die befragten Unternehmen, dadurch näher am Kunden zu sein.

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    Mit 41 Prozent wollen deutlich mehr Unternehmen als im Vorjahr ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung in den USA erhöhen. Dabei setzen mehr als die Hälfte der Firmen auf Kooperationen mit Universitäten, 30 Prozent auf Start-Ups und 20 Prozent auf Kooperationen mit großen Tech-Konzernen.

    Größte Herausforderung ist die Personalfindung

    Immer schwieriger werde es dagegen, auf dem leer gefegten Arbeitsmarkt gut ausgebildetes Personal zu finden. Das nannten die Unternehmen als größte Herausforderung. Deutsche Unternehmen beschäftigen rund 700.000 Menschen in den USA und haben über die Jahre eine halbe Billion in dem Land investiert. Nicht nur Autofirmen wie BMW, Mercedes und Volkswagen betreiben eigene Fabriken in den USA. Auch Bosch, Siemens, BASF und Bayer produzieren vor Ort.

    An der Konjunkturumfrage „German American Business Outlook“ der Deutsch-amerikanischen Handelskammern haben 175 US-Töchter von deutschen Unternehmen teilgenommen.

    Mehr: Donald Trump prahlt in Davos über seine Verdienste als US-Präsident. Aber wie erfolgreich ist seine erste Amtszeit tatsächlich?

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