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Unterstützung Katar sagt Türkei Direktinvestitionen in Höhe von 15 Milliarden Dollar zu

Der Emir von Katar hat dem türkischen Präsidenten Erdogan Direktinvestitionen im Volumen von 15 Milliarden Dollar zugesagt. Das Geld soll in die Finanzmärkte fließen und an Banken gehen.
15.08.2018 Update: 16.08.2018 - 00:03 Uhr 1 Kommentar
Türkei erhält in Krise beistand von Katar Quelle: Reuters
Hilfe aus Katar

Der Emir Tamim bin Hamad al-Thani sagte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan Direktinvestitionen im Volumen von 15 Milliarden Dollar zu.

(Foto: Reuters)

Istanbul Inmitten der Währungskrise erhält die Türkei Unterstützung von Katar. Der Emir des arabischen Landes, Tamim bin Hamad al-Thani, sagte dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Mittwoch Direktinvestitionen im Volumen von 15 Milliarden Dollar zu.

Katar erklärte, das Emirat werde in diesem Volumen eine Reihe von Investitionen tätigen und Wirtschaftsprojekte finanzieren. Informationen aus türkischen Regierungskreisen zufolge soll das Geld in die Finanzmärkte fließen und an Banken gehen.

Sheikh Tamim ist das erste ausländische Staatsoberhaupt, das Ankara seit dem Beginn der Auseinandersetzung mit Washington in der vergangenen Woche besucht hat.

„Wir stehen zu den Brüdern in der Türkei, die bei Problemen mit der muslimischen Welt und mit Katar gestanden haben“ , sagte Sheikh Tamim in einem Tweet.

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    „Im Rahmen der wichtigen Gespräche, die ich am Freitag mit seiner Exzellenz Erdogan in Ankara geführt habe, kündigten wir ein 15-Milliarden-Dollar-Einlagenpaket und Investitionsprojekte in dem Land an, das eine starke und solide produktive Wirtschaft hat.“

    Erdogan und Sheikh Tamim hätten auch über Möglichkeiten diskutiert, ihre strategische Zusammenarbeit zu verbessern. „Wir legen Wert auf seinen Besuch. Dieser Besuch ist zugleich ein Indikator, dass Katar mit der Türkei steht“, sagte Ibrahim Kalin, ein Sprecher des türkischen Präsidenten, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.

    Salim bin Mubarak Al Shafi, Katars Botschafter in der Türkei, sagte, sein Land werde die Türkei weiterhin unterstützen und fügte hinzu, dass der Besuch des Emirs die „Tiefe“ der Beziehungen beider Länder demonstrierte.

    „Katar wird seinen türkischen Brüdern weiterhin beistehen, wie es das während des gescheiterten Umsturzversuchs 2016 getan hat“, sagte Al Shafi und fügte hinzu, dass die Einwohner von Katar Millionen Türkische Lira kaufen würden, um Ankara vor der „wirtschaftliche Zerlegung“ zu bewahren, berichteten lokale Medien.

    Die Türkei und Katar haben traditionell gute Beziehungen. Die Regierung in Ankara hielt auch zur Führung in Doha, als unter anderem Saudi-Arabien im vergangenen Jahr seine diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Katar kappte. Ein Sprecher Erdogans warb auf Twitter für die am Mittwoch angekündigte Kooperation. Er betonte zugleich, dass die türkische Wirtschaft auf sicherem Boden stehe und durch die jüngste Entwicklung noch gestärkt werde.

    Die Türkei liegt mit dem Nato-Partner USA politisch über Kreuz, was sich auf die Wirtschaftsbeziehungen auswirkt. Die türkische Lira hat seit Jahresbeginn im Vergleich zum Dollar fast 40 Prozent verloren, auch wegen Sorgen über den wachsenden Einfluss von Präsident Erdogan auf die Wirtschaft und seine Forderungen nach niedrigeren Zinsen trotz einer hohen Inflation.

    Die türkischen Aufsichtsbehörden schränkten unterdessen Devisen-Tauschgeschäfte türkischer Banken mit ausländischen Investoren weiter ein. Die Zentralbank hatte zu Wochenbeginn angekündigt, alle nötigen Schritte zu unternehmen, um die Liquiditätsversorgung der heimischen Geldhäuser zu gewährleisten.

    Landeswährung erholt sich

    Die Maßnahmen der Regierung zeigten Wirkung, erklärte Akbank-Chef Hakan Binbasgil am Mittwoch. Die Branche sei stark und liquide, Kunden hätten kein Geld von ihren Konten abgezogen.

    Die Landeswährung erholte sich am Mittwoch weiter, nachdem sie am Montag zum US-Dollar auf ein Rekordtief von 7,24 gefallen war. Am Abend kostete ein Dollar mit 6,06 Lira 4,8 Prozent weniger. Die Türkei und die USA streiten um den in der Türkei in Hausarrest festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson. Trump hatte deswegen die Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei verdoppelt.

    Die Türkei hob daraufhin unter anderem die Zölle für Autos aus den USA deutlich an. Auch bei alkoholischen Getränken, Tabak, Kosmetika oder Kohle sind höhere Abgaben fällig. Ermittler werfen Brunson Verbindungen zu dem in den USA lebenden Geistlichen Fethullah Gülen vor, der nach Darstellung der Regierung hinter dem Putschversuch vor zwei Jahren steckt.

    „Katars Finanzspritze schiebt die Probleme der Türkei nur auf“

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