US-Wahlen: Netzwerke des Hasses – Wie Trump Arizona radikalisiert
Phoenix, Washington. „Ich habe lange gezögert, es öffentlich zu sagen, aber jetzt tue ich es“, sagt Craig Berland, Chef der Republikaner von Maricopa County im US-Bundesstaat Arizona. „Wenn Donald Trump nicht gewinnt, werden wir nächstes Jahr um diese Zeit Gefangene des Kommunismus sein.“
Harris würde die USA auf digitale Währungen umstellen und „das Vermögen des Volkes auflösen“. Die Technik, die Computersysteme für einen linken Putsch, alles sei da. „Man muss es nur nutzen.“
Berland lässt offen, ob er eine Niederlage Trumps bei den Präsidentschaftswahlen im November akzeptieren würde. Wahrscheinlich aber nicht. Denn: „Ob ich dem Wahlprozess vertraue? Nein, denn es wurde nichts geändert.“
Arizona wird bei den anstehenden Wahlen wohl erneut im Mittelpunkt von Anfechtungen und womöglich sogar Ausschreitungen stehen, sollte Trump an seiner demokratischen Konkurrentin Kamala Harris scheitern. Als Swing-Staat mit einem hohen Anteil von Wechselwählern spielt Arizona eine Schlüsselrolle dabei, wer ins Weiße Haus einzieht.
2020 war der Staat Wegbereiter für Trumps Versuche, das Wahlergebnis zu sabotieren. Demonstrationen in der Hauptstadt Phoenix waren die Vorboten für den 6. Januar 2021, als ein gewalttätiger Mob das Kapitol in Washington stürmte, angestachelt von Trumps Behauptungen, man habe ihn unrechtmäßig um den Sieg gebracht.