USA und China: Bidens Klima-Kehrtwende eröffnet neue Front gegen Peking
In der Klimapolitik schlägt der US-Präsident einen neuen Kurs ein.
Foto: AFPPeking, Washington, New York. Als Barack Obama und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping im Herbst 2014 in Peking auftraten, überraschten sie die Welt. Beide Seiten einigten sich auf eine Reduktion von Treibhausgasen. „Wir sind die größten Industrienationen, deshalb haben wir eine besondere Verantwortung, den Klimawandel zu bekämpfen“, sagte der damalige US-Präsident Obama. Der Schulterschluss gab anderen Staaten das Vertrauen, dass eine Kehrtwende gelingen kann, und ebnete den Weg für den Pariser Klimapakt 2015.
Seitdem ist viel passiert, doch noch immer sind beide Staaten Spitzenreiter bei der Verschmutzung – China stößt 27 Prozent der globalen CO2-Emissionen aus, die USA folgen mit 13 Prozent.
Doch in den USA will der neue Präsident Joe Biden den Klimaschutz mit vielen Dekreten stark vorantreiben nach der Vollbremsung in der Klimapolitik unter Donald Trump. Und in China startet an diesem Montag der bereits 2017 angekündigte Emissionshandel. Zunächst allerdings nur in sehr reduzierter Form. Er umfasst nur Teile des Energiesektors, der mit einem Anteil von mehr als 43 Prozent an den gesamten Kohlenstoffemissionen der Volksrepublik der größte Verursacher des klimaschädlichen Gases ist.