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Start-upsBerliner Investor Project A legt einen neuen Millionenfonds auf

Der Risikokapitalgeber sammelt 325 Millionen Euro für neue Investments ein. Jährlich schaut sich Project A rund 2000 Start-ups an – investiert wird in einen Bruchteil davon.Nadine Schimroszik 24.06.2025 - 08:02 Uhr Artikel anhören
Investoren von Project A aus Berlin: Diese Risikokapitalgeber entscheiden darüber, welche Start-ups Geld erhalten. Foto: Project A

Berlin. Einige wenige aus rund 2000: Dieser Auswahlprozess wiederholt sich beim Berliner Start-up-Investor Project A jedes Jahr aufs Neue. Der Geldgeber von europaweit bekannten Firmen wie dem Drohnenhersteller Quantum Systems, dem Fintech Trade Republic und der Mediziner-Lernplattform Amboss siebt bei Investments kräftig aus.

„Wir schauen uns pro Jahr mehr als 2000 Unternehmen in Europa an“, sagt Project-A-Partner Anton Waitz. Maximal 20 erhalten letztlich eine Geldspritze – von in der Regel einer Million bis acht Millionen Euro.

Um solche Start-ups weiterhin finanzieren zu können, hat Project A wieder einen neuen Fonds aufgelegt – den bereits fünften seit der Gründung 2012. Insgesamt 325 Millionen Euro hat der Kapitalgeber nun bei seinen Investoren eingesammelt, damit in etwa so viel wie beim Vorgängerfonds.

„Das ist eine stattliche Größe für einen Frühphasenfonds“, sagt Waitz. Größer hätten sie den Fonds nicht machen wollen, ergänzt er. Am Ende habe man interessierten Investoren sogar absagen müssen.

Das Kapital kam unter anderem von langjährigen institutionellen Investoren, vermögenden Unternehmerfamilien über Family-Offices sowie strategischen Partnern aus Europa und den USA. Zuletzt legte der deutsche Frühphaseninvestor Cherry Ventures im Januar einen neuen Fonds auf – im Umfang von über 500 Millionen Dollar.

Project A investiert relativ früh

Insgesamt verwaltet Project A 1,2 Milliarden Euro und ist an rund 130 Start-ups beteiligt. Dazu gehören einige mittlerweile milliardenschwere Firmen wie Trade Republic und die Logistik-Plattform Sennder.

Project-A-Partner Waitz: Die Investorengruppe hat eine Plattform für besonders frühe Investments geschaffen. Foto: Project A

Der Geldgeber versteht sich als Frühphaseninvestor. „Wir sind in der Regel die ersten institutionellen Investoren, die Geld in das Start-up stecken“, erklärt Waitz.

Um auf die Start-ups besonders früh aufmerksam werden zu können, hat Project A eine eigene Plattform aufgebaut. Wer eine Geschäftsidee hat, erhält über diese Studio genannte Plattform Unterstützung beim Aufbau eines Teams, bei der Validierung des Vorhabens oder beim Markteintritt. Und das ohne Verpflichtungen.

Waitz macht klar: „Dafür müssen sie nichts zahlen. Es heißt auch nicht, dass wir uns an den Start-ups später beteiligen.“ Er ist überzeugt von diesem Ansatz, der schon die KI-Robotik-Firma Arx Robotics und den KI-Softwareanbieter 11x hervorgebracht hat.

Verteidigung zählt zu den Kernthemen

In Deutschland hat Project A zuletzt vor allem mit seinen Investments in die Rüstungsbranche Schlagzeilen gemacht – noch bevor auch andere Kapitalgeber bereit waren, Geld in diesen Bereich zu stecken. „Wir stehen voll und ganz hinter Investitionen in den Verteidigungssektor“, sagt Waitz.

Finanzierungsrunde

Drohnen-Start-up Quantum Systems wird zu Deutschlands erstem Einhorn 2025

Er ist überzeugt: Europa müsse seine Verteidigungsfähigkeit stärken und langfristig unabhängiger werden – strategisch, technologisch und industriepolitisch. Für Project A ist Verteidigung eines der Zukunftsthemen, entlang derer der Geldgeber seine Investitionsentscheidungen trifft.

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Zeitgleich mit dem neuen Fonds baut Project A auch das Team in London aus. Dort wird Jack Wang zum Partner ernannt. Wang verantwortet größtenteils Investments in die Verteidigungsbranche. Ansonsten interessiert sich der Berliner Investor für Fintechs, Themen rund um globale Lieferketten und die Zukunft der Arbeit.

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