Asien: China verbietet angeblich Staatsbediensteten iPhone-Nutzung
Die Regierung in Peking hat ihren Bediensteten angeblich die Nutzung bestimmter ausländischer Smartphone-Modelle verboten.
Foto: dpaBangalore. Wegen anhaltender politischer Spannungen mit dem Westen verbietet China einem Zeitungsbericht zufolge Staatsbediensteten die Nutzung ausländischer Smartphones. Beschäftigte einiger Behörden dürften die iPhones des US-Techkonzerns Apple sowie Geräte einiger anderer Hersteller nicht mehr an den Arbeitsplatz bringen, schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider.
Allerdings sei unklar, wie viele Bedienstete diese Anordnung erhalten hätten und welche Anbieter neben Apple betroffen seien. Die chinesischen Behörden waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Die Volksrepublik hat in den vergangenen Jahren wegen Datenschutzbedenken einige neue Gesetze verabschiedet. Gleichzeitig rief sie heimische Firmen dazu auf, die Abhängigkeit von ausländischen Technologien zu reduzieren. Zuvor hatten westliche Staaten, allen voran die USA, Chinas Hightech-Sektor mit strengen Sanktionen belegt.
Gleichzeitig haben einige westliche Staaten die Produkte chinesischer Firmen wegen möglicher Spionage verboten. Bekanntestes Beispiel hierfür ist die Videoplattform TikTok. So dürfen Mitarbeiter der US-Regierung App nicht auf ihren Diensthandys nutzen, ebenso wie Beschäftigte der EU.
In die Schlagzeilen geriet zuletzt auch der chinesische Techkonzern Huawei. So unterzieht beispielsweise Deutschland die Komponenten des Telekom-Zulieferers einer Sicherheitsüberprüfung. Das könnte dazu führen, dass Hersteller und Betreiber bereits verbaute Teile aus chinesischer Produktion wieder entfernen müssen.