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Mobilfunkgipfel Bundesregierung will 5000 neue Mobilfunkstandorte bauen

Deutschland will rund eine Milliarde Euro für neue Mobilfunkstandorte ausgeben. Für die Telekom beginnt das Spitzentreffen in Berlin jedoch mit einem Patzer.
16.06.2020 - 17:43 Uhr Kommentieren
Bundesminister Andreas Scheuer (M.) präsentiert zusammen mit Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner (l.) und Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter (r.) die Ergebnisse des Mobilfunkgipfels. Quelle: DAVIDS/Sven Darmer
Mobilfunkgipfel

Bundesminister Andreas Scheuer (M.) präsentiert zusammen mit Telekom-Deutschlandchef Dirk Wössner (l.) und Vodafone-Deutschlandchef Hannes Ametsreiter (r.) die Ergebnisse des Mobilfunkgipfels.

(Foto: DAVIDS/Sven Darmer)

Düsseldorf Ausgerechnet zum Spitzentreffen zur Zukunft des Mobilfunks in Deutschland musste die Deutsche Telekom mit einem massiven Netzausfall kämpfen. In der Nacht auf Dienstag hatten zahlreiche Kunden in Deutschland Schwierigkeiten mit ihrer Handyverbindung. „Wir hatten in der Nacht einen Ausfall in unserer Infrastruktur. Das hängt damit zusammen, dass wir gerade aktiv das Netz umbauen“, sagte Konzernchef Timotheus Höttges.

Beim Mobilfunkgipfel im Bundesverkehrsministerium einigte sich Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zusammen mit den Konzernen anschließend auf einen Plan, um Netze in Deutschland zu verbessern. Für 1,1 Milliarden Euro will der Bund rund 5000 neue Mobilfunkstandorte in Deutschland errichten. „Ich will, dass niemand mehr durch das Netz fällt – mobiles Surfen und Telefonieren müssen immer und überall möglich sein“, sagte Scheuer.

Zudem kündigte das Ministerium an, die Bedingungen für den Aufbau neuer Mobilfunkstandorte zu verbessern. Netzbetreiber wie die Telekom klagen seit langer Zeit, dass die Genehmigung neuer Standorte oft zwei Jahre und länger dauert. Künftig soll bereits nach drei Monaten über neue Mobilfunkstandorte entscheiden werden.

Die Deutschlandchefs von Telekom, Vodafone und Telefónica zeigten sich zufrieden mit dem Treffen. „Die geplante deutliche Verkürzung des Baugenehmigungszeitraums für Mobilfunkstandorte auf drei Monate wird den Netzausbau deutlich beschleunigen“, sagte Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas.

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    Es gab jedoch auch Kritik an dem Treffen. Unternehmen, die Glasfaserleitungen verlegen, seien bei dem Gipfel nicht vertreten gewesen, klagte Stephan Albers, Geschäftsführer des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko). „Sitzen keine Vertreter des Glasfaserausbaus mit am Tisch des Mobilfunkgipfels, fehlt ein wichtiger Baustein“, sagte Albers. Im Branchenverband Breko sind viele Firmen zusammengeschlossen, die mit Glasfaserleitungen den Breitbandausbau in Deutschland voranbringen.

    Auch die Betriebsräte der vier vertretenen Unternehmen Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Versatel beklagten sich in einer gemeinsamen Erklärung, dass sie nicht am Gipfeltreffen teilnehmen durften. Die Konzernbetriebsratsvorsitzende der Telekom, Kerstin Marx, kritisierte: „Es kann nicht sein, dass der Staat durch Subventionen das Unterlaufen von Arbeitsstandards durch Outsourcing und Sozialdumping unterstützt.“

    Ines Leyh, die Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der 1&1 Versatel, die 1&1 helfen will zum vierten Mobilfunkanbieter in Deutschland aufzusteigen, klagte: „Gerade als neuer Marktteilnehmer hätten sich unsere Beschäftigten gewünscht, dass nicht nur der Vorstandsvorsitzende zu diesem Gipfel geladen wird.“

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