Start-up-Finanzierung: Hyperwachstum mit wenig Kapital: Woran man Ausnahme-Start-ups wie Aiven erkennt
Investoren schwärmen von dem finnischen Start-up: „Kaum ein entwicklungsintensives Deeptech-Unternehmen hat wie Aiven mit so relativ wenig Kapital ein so beeindruckendes Hyperwachstum erreicht“, sagt Earlybird-Gründungspartner Hendrik Brandis.
Foto: Aiven
Foto: HandelsblattDüsseldorf. Viele IT-Manager begreifen sofort, was Oskari Saarenmaa mit seinem Start-up in einem Altbau-Loft in Helsinki entwickelt hat. Aiven bietet ein Betriebssystem für die Cloud, gebaut aus frei verfügbarer Open-Source-Software. Damit können Unternehmen ihre Daten flexibel auf den Servern der mächtigen Cloud-Anbieter verwalten. Das heißt: weniger interner Entwicklungsaufwand, keine Gefahr, von einem der Anbieter wie AWS, Azure oder Google abhängig zu werden. Da greifen viele Manager zu.
Gerade ist Aiven zum 51 europäischen Einhorn geworden. Diese Start-ups mit einer Bewertung von mindestens einer Milliarde Dollar hatten lange Seltenheitswert. Doch im Wagniskapitalboom wird die Kategorie zum Sammelbegriff. Das verdeckt, wie unterschiedlich die jungen Tech-Firmen eigentlich sind. Ob Cloud-Service, Lieferdienst oder Gesundheits-App – manche Einhörner sind aus Investorensicht buchstäblich fabelhafter als andere. Aiven steht für eine Gruppe von diesen ganz besonderen Exemplaren.
Investoren um das World Innovation Lab aus Japan und IVP aus dem Silicon Valley haben nun weitere 60 Millionen Dollar in Aiven investiert und es dabei mit zwei Milliarden Dollar bewertet (mehr als 1,7 Milliarden Euro). Auch Risikofinanzierer Earlybird aus München hat sich wieder beteiligt, der Aiven früh entdeckt hat.