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US-Verfahren Richter gibt heute Entscheidung zur Fusion von Sprint und T-Mobile bekannt

Vor mehr als 20 Monaten kündigten die Telekom-Tochter und der US-Konkurrent das Fusionsvorhaben an. Der Plan könnte bald Realität werden. Die Telekom-Aktie legt deutlich zu.
11.02.2020 Update: 11.02.2020 - 10:05 Uhr Kommentieren
Sprint und T-Mobile: Richter könnte Fusion am Dienstag genehmigen Quelle: AP
T-Mobile/Sprint

T-Mobile und Sprint hatten bereits im April 2018 das Fusionsvorhaben angekündigt.

(Foto: AP)

New York Die Deutsche Telekom steht in den USA offenbar kurz vor ihrem Ziel: Der Bonner Konzern gab am Dienstagmorgen via Ad-hoc-Mitteilung bekannt, dass das zuständige US-Gericht voraussichtlich noch heute die Entscheidung zur geplanten Fusion von T-Mobile US und Sprint veröffentlichen will. Die Telekom sei zuversichtlich, dass der Richter zugunsten des Deals entscheiden werde.

Wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) unter Berufung auf mit der Situation vertraute Personen berichtet, wird Richter Victor Marrero die Klage mehrerer Bundesstaaten wohl abweisen. Auch die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf zwei Insider, dass das US-Gericht den Deal aller Voraussicht nach genehmigen werden.

Die Nachricht kam an der Börse gut an: Mit einem Plus von 4,1 Prozent ist die Aktie der Telekom am Dienstagmorgen Gewinner im Dax. Das Papier von Sprint legte im nachbörslichen Handel an der Wall Street um 69 Prozent zu, T-Mobile gewannen acht Prozent.

Damit könnte die Deutsche Telekom mehr als 20 Monate nach der ursprünglichen Ankündigung endlich ihre US-Mobilfun-Tochter T-Mobile mit dem Konkurrenten Sprint fusionieren. Gemeinsam wollen die beiden ein flächendeckendes 5G-Netz bauen und damit die Branchenriesen AT&T und Verizon angreifen.

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    Vor dem Gericht im Süden Manhattans hatten insgesamt 13 Bundesstaaten und Washington, D.C. gegen den geplanten Zusammenschluss der beiden Anbieter geklagt. Sie fürchteten, dass damit die Preise für die Verbraucher steigen. Kurz vor Weihnachten hatten beide Seiten ihre Abschlussplädoyers gehalten.

    Bereits im April 2018 hatten T-Mobile und Sprint ihre Fusion angekündigt. Doch dann taten sich immer neue Hindernisse auf. Die Aufsichtsbehörden hatten die Fusion zwar genehmigt, allerdings mit hohen Auflagen: Unter anderem müssen T-Mobile und Sprint ihre Prepaid-Lizenzen an den Fernseh-Satellitenbetreiber Dish abgeben, der eine neue Nummer vier im Markt aufbauen soll. Dish kann auch sieben Jahre lang das Netz von T-Mobile zu sehr günstigen Konditionen nutzen.

    Glenn Pomerantz, der Klägeranwalt der Bundesstaaten hatte gewarnt, dass es zu wenig Konkurrenz geben werde, wenn die Nummer drei und die Nummer vier zusammengehen. Das werde dazu führen, dass die Preise steigen. Er appellierte auch an den Richter, dem Dish-Chairman und -Mitgründer Charlie Ergen nicht zu glauben. Er habe schon mehrfach gezeigt habe, dass er sich nicht an Abmachungen halte.

    Die Verteidiger der Fusion dagegen argumentierten, dass T-Mobile nur mithilfe der Fusion mit Sprint ein landesweites, starkes 5G-Netz aufbauen kann, um so mit AT&T und Verizon konkurrieren zu können.

    Die Aktie von Sprint, die zuletzt wegen der Zweifel an der Fusion gelitten hatte, legte am Montag im nachbörslichen Handel um 60 Prozent zu.

    Mehr: Der T-Mobile-Chef hat die Telekom-Tochter groß gemacht. Jetzt kämpft er im Zeugenstand um die Krönung seiner Karriere. Lesen Sie mehr darüber, wie CEO John Legere die Fusion vor Gericht durchkämpft.

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