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Videokonferenzen Zoom übertrifft alle Erwartungen und wächst weiter

Der Videokonferenzdienst überrascht die Wall Street mit starken Zahlen. Zoom ist auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie optimistisch.
02.06.2020 Update: 03.06.2020 - 03:04 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen kann aus der Coronakrise Profit schlagen. Quelle: dpa
Videokonferenz-App Zoom

Das Unternehmen kann aus der Coronakrise Profit schlagen.

(Foto: dpa)

San Francisco Homeoffice, Schulstunden, Sportkurse und sogar Gottesdienste: Der Videokonferenz-Dienst Zoom wird seit Beginn der Coronakrise weltweit verstärkt eingesetzt. Die gesteigerte Beliebtheit schlägt sich nun auch in den Zahlen nieder: Im Ende April abgeschlossenen Quartal stieg der Umsatz des Videokonferenzanbieters aus Kalifornien gegenüber dem Vorjahr um 169 Prozent von 122 auf 328 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Dienstagabend bekanntgab.

Der Nettogewinn legte auf 27 Millionen Dollar (9 Cent je Aktie) zu, nach rund 200.000 Dollar im Jahr zuvor. Beide Zahlen lagen weit über den Schätzungen von Analysten.

Und Zoom geht von einem dauerhaften Plus aus: Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Plattform mit einem Umsatz von bis zu 1,8 Milliarden Dollar, was praktisch eine Verdopplung zur vorherigen Schätzung darstellt. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll am Ende des Geschäftsjahres zwischen 1,21 Dollar und 1,29 Dollar je Aktie liegen, nach bisher prognostizierten 42 bis 45 Cent.

Pro Tag nehmen mittlerweile rund 300 Millionen Menschen an den Videokonferenzen des Unternehmens , teilte Zoom mit. Im Dezember seien es noch zehn Millionen gewesen.

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    Allerdings gibt Zoom keine Nutzerzahlen bekannt, was die Werthaltigkeit der Aussage einschränkt. Ein Teilnehmer kann an einem Tag an mehreren Konferenzen teilnehmen, was vor allem in der Coronakrise für viele zum Standard wurde: Arbeitsplätze wurden ins Homeoffice ausgelagert. Wo man sonst in Büroräumen zusammenkam, treffen sich Kollegen nun in Video-Konferenzen.

    Einen Orientierungspunkt gibt wiederum die Zahl der Unternehmenskunden mit mehr als zehn Mitarbeitern, die nun auf 265.400 beträgt und damit ein Plus von 354 Prozent aufweist. Im Durchschnitt der vergangenen zwölf Monate stieg die Zahl der Kunden mit mehr als 100.000 Dollar Jahresumsatz um 90 Prozent. Die Ausgabensteigerungen der existierenden Kunden legten laut dem Unternehmen im achten Quartal in Folge um mehr als 130 Prozent zu.

    Konkurrenten bauen Angebote aus

    Vor allem die angehobene Prognose sorgt bei den Anlegern für Zuversicht. Zuvor hatte sich das Unternehmen noch mit Unsicherheit zur weiteren Entwicklung geäußert, wenn nach der Virenepidemie weltweit die Kontaktbeschränkungen gelockert würden.

    Jetzt scheint Optimismus vorzuherrschen: Videokonferenzen werden aus dem privaten Alltag, bei der Arbeit oder beim Lernen nicht mehr wegzudenken sein. Zoom-Chef Eric Yuan sprach am Dienstag gegenüber Investoren davon, dass mittlerweile „der Gesamtmarkt weit größer sei als erwartet“.

    So haben zum Beispiel Firmen wie Facebook angekündigt, dass in fünf bis zehn Jahren bis zu 50 Prozent der Belegschaft von Zuhause aus arbeiten und Videokonferenzen nutzen würden. Das allerdings könnte für Zoom wiederum zum Problem werden.

    Facebook hat bereits erweiterte Video-Fähigkeiten für das eigene Unternehmensangebot „Workplace“ angekündigt, das laut Facebook-Chef Mark Zuckerberg rasant wachse. Ebenso gibt es Videodienste von Google, Microsoft (Teams) oder Cisco (Webex), die Zoom Kunden abwerben wollen.

    Nachbörslich fiel der Kurs der Zoom-Aktie leicht, was frühen Investoren jedoch kein Kopfzerbrechen bereiten sollte. Der Kurs liegt weiterhin kurz unter Allzeithoch. Der Börsengang könnte als einer der besten in die Geschichte eingehen. Im April 2019 zu 36 Dollar eingeführt, zog die Aktie am ersten Tag um 72 Prozent an und liegt jetzt bei rund 204 Dollar. Allein in diesem Jahr schoss der Kurs um über 200 Prozent in die Höhe.

    Die Leistungsfähigkeit des Dienstes unterstrich Zoom am Dienstag dann auch ganz praktisch: An einem Treffen des Vorstands mit Analysten nahmen bis zu 3000 Teilnehmer virtuell auf den Servern des Unternehmens teil.

    Mehr: Nicht nur das Arbeiten, auch ein Film- oder Spieleabend kann von zu Hause aus funktionieren. Es braucht dafür nur Internet – und die richtigen Apps und Werkzeuge.

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