Geoffrey Hinton: „KI wird bald deutlich intelligenter sein als wir“
Berlin. Geoffrey Hinton ist einer der Superstars der modernen Künstlichen Intelligenz (KI). Mit seiner Forschung legte der Informatiker wichtige Grundlagen für heutige Sprachmodelle wie ChatGPT. Für seine Arbeit bekam er 2024 zusammen mit dem Wissenschaftler John Hopfield den Physik-Nobelpreis.
Hinton machte das sogenannte Backpropagation-Verfahren bekannt. Damit lassen sich künstliche neuronale Netze gezielt trainieren, also Schritt für Schritt verbessern. Diese Methode ist bis heute ein zentraler Baustein in der KI-Forschung und macht Hinton zu einem der prägendsten Köpfe der KI.
Das Handelsblatt hat ihn auf der Technologiemesse Gitex Europe in Berlin exklusiv zum Interview getroffen. In einem Gespräch zwischen Risiken und Revolution hat Hinton erläutert, warum er seinen langjährigen Arbeitgeber Google verlassen hat, welche Gefahren er in der Weiterentwicklung von KI sieht – aber auch, welche unglaublichen Chancen sich aus der Technologie insbesondere für Medizin, Forschung und Bildung ergeben.
Lesen Sie hier das Interview mit Geoffrey Hinton:
Herr Hinton, Sie haben Google 2023 zur Hochphase des KI-Durchbruchs verlassen, weil Sie offener über die Risiken von KI sprechen wollten.
Das war nur einer der Gründe.