GKV: Wie die Apps der Krankenkassen bei Versicherten ankommen
München. Vier von zehn Versicherten verzichten auf die App ihrer Krankenkasse – das zeigt eine Yougov-Umfrage vom Juli 2025. Immerhin 53 Prozent nutzen zumindest eine Funktion der App.
Von den 2029 Befragten gaben 32 Prozent an, über die App mit ihrer Krankenkasse zu kommunizieren. 28 Prozent nutzen sie zum Hochladen von Rechnungen, 22 Prozent für ein Bonusprogramm.
Viele Krankenkassen bieten eigene Apps an. Gesetzliche Krankenkassen sind zudem seit Anfang des Jahres verpflichtet, für die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) eine ePA-App anzubieten. Alternativ können sie eine ePA-Funktion in ihre bestehende App integrieren.
Der Gesundheitsökonom David Matusiewicz bewertet die Nutzungszahlen der Umfrage als vergleichsweise hoch. Denn niemand sei interessiert an intensivem Kontakt mit der eigenen Krankenkasse. „Die Gesunden wollen ihre Ruhe haben“, sagt er.
Bonusprogramme und Gesundheitsangebote der Kassen richten sich auch an gesunde Versicherte. Matusiewicz sieht sie vor allem als „Marketinginstrumente“. Von den Befragten nutzten 22 Prozent die App für Bonusprogramme, 13 Prozent für Gesundheitsangebote wie Meditation oder Ernährungstipps.