KI-Studie: Milliardengewinne der Pharmaindustrie durch Künstliche Intelligenz
Vor allem auch im Bereich Entwicklung in der Pharmaindustrie gibt es Verbesserungseffekten durch KI.
Foto: imago images / Westend61Frankfurt. Von der Suche nach Wirkstoffen über die Herstellung von Medikamenten bis zu ihrer Vermarktung – mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) könnte die Pharmabranche bis 2030 mehr als 250 Milliarden Dollar zusätzlichen Profit einfahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der globalen Strategieberatung Strategy&, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
„Für große globale Pharmaplayer könnte das eine Verdoppelung des Gewinns bedeuten“, sagt Christian Kaspar, KI-Experte und Partner bei Strategy&. „Unternehmen, die mit Priorität KI über ihre gesamte Wertschöpfungskette einsetzen, können sich in puncto Geschwindigkeit, Qualität und Kosteneffizienz stark verbessern“, sagt er. „Zusätzliche Umsätze und eingesparte Kosten treiben dann das höhere Gewinnwachstum.“
Den größten Hebel durch den Einsatz von KI sehen die Studienautoren im Bereich der pharmazeutischen Produktion. Insgesamt 39 Prozent des KI-Potentials könne hier realisiert werden, gefolgt von den Bereichen Forschung und Entwicklung mit 26 Prozent sowie Vermarktung mit 24 Prozent.
In der Produktion fällt ein Großteil der Kosten für Pharmaunternehmen an. Das KI-Potenzial kann hier etwa durch die Optimierung von Produktionsplänen, verbesserte Qualitätskontrolle oder die Auswertung von Produktabweichungen ausgeschöpft werden. Ein KI-gestütztes Frühwarnsystem etwa kann den Verlust ganzer Produktionschargen verhindern. Ebenso sorgt eine technologiegestützte Vorausplanung der Lieferkette dafür, dass die benötigten Rohstoffe und Materialien zur Verfügung stehen, wenn sie benötigt werden.