Longevity: Wir wissen, was uns guttut – und tun es trotzdem nicht
Berlin. Lange leben, gesund bleiben, möglichst viele fitte Jahre genießen – das klingt gut, oder? Dank medizinischer Fortschritte und digitaler Tools ist das heute realistischer denn je. Trotzdem beschäftigen sich viele Menschen mit dem Thema erst dann, wenn der Körper bereits Warnsignale sendet. Die Boston Consulting Group nennt dieses Verhalten das „Longevity-Paradox“.
Für eine Studie zum bevorstehenden St. Moritz Longevity Forum hat BCG 9350 Menschen aus 19 Ländern befragt. Das Ergebnis: Alle wünschen sich ein erfülltes, gesundes Leben im Alter. Doch nur wenige von ihnen lassen diesem Wunsch Taten folgen. Selbst bei den über 56-Jährigen mit Vorerkrankungen geben nur 40 Prozent an, aktiv etwas für ihre Gesundheit zu tun.
„Wir verbringen die letzten zehn, 15, sogar 20 Lebensjahre in schlechter Gesundheit“, sagt Iana Kouris, Managing Director bei BCG und eine der Studienautorinnen. „Diese Vorstellung hat mich persönlich sehr erschüttert – vor allem mit Blick auf die Folgen für unsere Gesellschaft und Wirtschaft.“